Eschweiler - Roboter-AG fasziniert junge Gesamtschul-Techniker

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Roboter-AG fasziniert junge Gesamtschul-Techniker

Von: ran
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Selbstständig Probleme lösen
Selbstständig Probleme lösen: Die „Roboter AG” der Gesamtschule richtet sich an naturwissenschaftlich begabte Schüler. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Die Städtische Gesamtschule Eschweiler hat viel zu bieten. Beim „Tag der offenen Tür” hatten nun Eltern eventueller „Neuzugänge” und mögliche neue Schüler selbst die Gelegenheit, sich ein Bild vom Angebot zu verschaffen.

So standen auch Unterrichtsproben auf dem Programm, um allen Interessierten einen Einblick in das pädagogische Repertoire und die Bildungsgänge der Waldschule zu ermöglichen. Und der Andrang war groß. Die 25 Lotsen hatten alle Hände voll zu tun, den zahlreichen Besuchern den Weg zu weisen.

Diese erhielten unter anderem die Gelegenheit, sich über die „Roboter-AG”, die sich bei der Telekom-Stiftung um die Anerkennung als „Junior-Ingenieur Akademie” bewirbt, zu informieren. In dieser Arbeitsgemeinschaft können naturwissenschaftlich begabte Schüler der achten und neunten Jahrgangsstufe sich zwei Jahre lang mit Themen wie Energie, Robotik, Windkraft, aber auch Karosseriebau beschäftigen. „Wir konnten bereits Kontakte zur RWTH in Aachen knüpfen”, betont Lehrer Ralf Sistermann, der die AG gemeinsam mit seinem Kollegen Wolfgang Geicht leitet. „Eines der Ziele unserer Schule lautet, sowohl begabte als auch schwächere Schüler zu fördern”, erklärt der Pädagoge, der stolz darauf ist, dass sich unter den 19 Schülern der AG zehn Mädchen befinden.

Dass hinter diesen Worten auch Taten stehen, beweist das Projekt „Betrieb und Schule” (BUS), dass bereits seit zwölf Jahren Bestandteil des pädagogischen Konzepts an der Städtischen Gesamtschule ist. Die Initiative, die in Kooperation mit dem Ministerium für Schule und Weiterbildung angeboten wird, richtet sich an Jugendliche, die zwar beim Erlernen theoretischer Inhalte Probleme haben, aber über praktische Fähigkeiten verfügen, die beruflich nutzbar gemacht werden können.

An drei Tagen der Woche findet Unterricht statt, an den restlichen beiden Schultagen absolvieren die Schüler ein Langzeitpraktikum in verschiedenen Betrieben. Einen weiteren Fortschritt sieht Brigitte Capune-Kitka in der neugestalteten Schulbibliothek, die nun zum „Lernzentrum” mit Internetanschluss umfunktioniert wurde. „Dieses ist ganztägig geöffnet und gibt den Schülern die Möglichkeit zum selbstständigen Lernen”, so die Lehrerin, die als Bausteine des Schulkonzepts auch die Kooperationen mit dem Nationalpark Eifel und dem Industriemuseum Zinkhütter Hof in Stolberg nennt.

Mit derzeit rund 1100 Schülern sieht Brigitte Capune-Kitka die Gesamtschule Eschweiler gut aufgestellt. So ist unter anderem ein großer Zulauf in der Oberstufe zu verzeichnen. „Durch die Einführung von G8 wird der Übergang von der Realschule zum Gymnasium schwieriger, da die ehemaligen Realschüler zunächst die zehnte Jahrgangsstufe wiederholen müssen.

Dadurch finden viele Schüler den Weg zur Gesamtschule”, verdeutlicht das Mitglied des Schulleitungsteams. „Im Mittelpunkt unserer Bemühungen steht die Zusammenführung der Komponenten Lehrer, Schüler und Eltern, denn keiner kann ohne den anderen”, merkt Christoph Häfner, der Vorsitzende der Schulpflegschaft, an. Diese ist eng vernetzt mit dem Förderverein der Schule, der 377 Mitglieder zählt. „In Zeiten, in denen es den Kommunen immer schwerer fällt, Schulen mit ausreichenden Finanzmitteln auszustatten, werden unsere Aufgaben, zu denen auch die Unterstützung von Schülern aus sozial schwächeren Familien gehört, immer wichtiger”, weiß Fördervereinsmitglied Otto Krause.

Zum Abschluss des Tages der offenen Tür gaben die inzwischen rund 70 Schüler des vor zwei Jahren gegründeten Schulchores vor zahlreichen Zuhörern Kostproben ihres Könnens.
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