Richtfest am Hospital: ein Quantensprung für Qualität

Von: Rudolf Müller
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Noch stehen Kran und Baugerüst vor der Fassade des Hospitals. Im Herbst kommenden Jahres soll die fast neun MIllionen Euro teure Großbaustelle Vergangenheit sein. Foto: Rudolf Müller

Eschweiler. Halbzeit auf dem Hospital: Die Großbaustelle, die seit Frühjahr nicht nur das äußere Erscheinungsbild des St.-Antonius-Hospitals prägt, geht in eine neue Phase. Am Freitag wurde Richtfest gefeiert. Was bedeutet: Das achte Obergeschoss, das in den zurückliegenden Monaten komplett abgetragen und neu aufgebaut wurde, ist inzwischen rundum dicht.

Regen- und schneesicher. Das gilt auch für die neue Technikzentrale im 9. Stock. Der Winter kann kommen.

Das Hospital vor Wettereinflüssen zu schützen, die leicht zu schweren Schäden im gesamten Gebäude führen können, war das wichtigste Etappenziel im engen Bau-Terminkalender. „Wir sind zeitlich und finanziell im Plan“, freut sich Hospital-Architekt Peter Hering ebenso wie sein Kollege Wolfgang Kleicker vom Aachener Architektenbüro Hoppe und Kleicker, das das Großbauvorhaben als Generalplaner begleitet.

„Extreme Verbesserung“

Ein Bauvorhaben in der Gesamtgrößenordnung von 8,7 Millionen Euro, wie es heutzutage alles andere als selbstverständlich ist: „Umso froher und dankbarer sind wir, dass dies verwirklicht wird“, freut sich Priv.-Doz. Dr. Peter Staib, Chefarzt der Onkologie, die nach Fertigstellung der Etage im Herbst kommenden Jahres ihr beengtes Domizil im Souterrain des Hospitals endlich verlassen kann. „Das bedeutet für uns eine extreme Verbesserung“, betont Staib.

Rund 7000 Patienten jährlich zählt die Onkologie, die weithin einen hervorragenden Ruf genießt. Der Umzug vom Kellergeschoss in den achten Stock bietet ihnen wie auch den rund 20 für sie tätigen Mitarbeiter mit 750 Quadratmetern rund dreimal so viel Platz wie bisher. „Uns geht es nicht darum, die Patientenzahl zu erhöhen, sondern die Aufenthalts- und damit Behandlungsqualität unserer Patienten zu verbessern“, unterstreicht Dr. Andreas Frick, Kuratoriumsvorsitzender des Hospitals, den Zweck der Baumaßnahme.

Allerdings dient das neue achte Obergeschoss mit seinen 1600 m² Grundfläche nicht nur der Onkologie: Hier wird zudem ein 625 m² großes Zyto-Labor untergebracht, in dem etwa zehn Mitarbeiter beschäftigt sind, 160 m² Reinräume zur Herstellung von Zytostatika eingeschlossen. Geplant sind auch ein kleines Blutlabor und ein Labor zur Herstellung von Frühgeborenen-Nahrung.

Mitte des Jahres sollen die Labors in Betrieb gehen; die Onkologie wird im Herbst folgen. Zeitgleich mit dem neuen Hubschrauber-Landeplatz, mit dessen Bau in Kürze begonnen wird: Auf riesigen Stahlstelzen, die an drei Seiten des Hospitals im Boden verankert werden, wird die Landeplattform in 38 m Höhe über dem Dach des Hospitals installiert werden. Dort, wo die Baukörper aneinanderstoßen. Was unter anderem zu einer erheblichen Minderung der Lärmbelästigung der Anwohner und Patienten durch die jährlich je 200 Hubschrauber-Starts und -Landungen führt.

Landedeck für Rentierschlitten

Einer der Gäste, die gestern beim Richtfest zusahen, wie Hospital-Geschäftsführer Elmar Wagenbach und Kuratoriumsvorsitzender Dr. Andreas Frick mit gemeinsamer Anstrengung symbolischer einer Schraube der stählernen Etagenkonstruktion den letzten Dreh verpassten, hat schon jetzt eine Option auf den luftigen Heliport angemeldet: St. Nikolaus will dort künftig jedes Jahr am 6. Dezember mit seinem Rentierschlitten aufsetzen.

Darauf, dass das Richtfest am Tag des heiligen Nikolaus stattfand, nahm auch Pfarrer Frick Bezug: Er trug eigens eine Stola, die er von einem Abt namens Nikolaus in Israel bekommen hatte. Seinen Segenswünschen für das Haus, Mitarbeiter und Patienten schloss sich der Richtspruch an, den Harald Mertens, Oberbauleiter der ausführenden Jülicher Baufirma Hans Lamers, die ihre Wurzeln in der Indestadt hat, vortrug.

Das Souterrain wird nach dem Auszug der Onkologie als Warendepot, zur Bettenaufbereitung, für Umkleiden und Werkstätten genutzt werden.

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