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Rennmaschinen fressen wieder Kilometer

Von: Kolja Linden
Letzte Aktualisierung:
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Starten hoch motiviert ins Jubiläumsjahr: Fahrer und Betreuer des Kuota-Indeland-Radsportteams, das mit 14 Aktiven seine 10. Saison angeht. Foto: Rudolf Müller

Eschweiler/Stolberg. Als der amerikanische Fitnesstrainer Marc Versteegen im Vorfeld der Fußball-WM 2006 die deutschen Nationalkicker mit Gummibändern zwischen den Schenkeln über den Platz schreiten ließ, da staunte die Fußballwelt ob der unorthodoxen Trainingsmethoden. Heute ist das, was damals exotisch anmutete, ein ganz großes Thema in allen Sportarten, sagt Markus Ganser.

Der Chef des Radprofiteams Kuota-Indeland, das sich jetzt Fans und Presse im Talbahnhof Eschweiler vorstellte, lässt auch seine Jungs zum so genannten Rumpftraining antreten, um die dortige Muskulatur auszubilden.

Doch das ist längst nicht alles. Eine lange Saison steht dem 14-köpfigen Kader bevor, die Ende Februar mit einem Eintagesrennen im belgischen Beverbeek beginnt und voraussichtlich am 3. Oktober, dem Tag der deutschen Einheit, auf dem Rundkurs von Kempen ihr Ende findet. Die Zeit des Lauf- und Krafttrainings geht langsam vorbei, jetzt heißt es, Kilometer auf dem Rad abzuspulen.

Die meisten Fahrer stammen aus der Region, alleine drei von ihnen leben in Stolberg (Matthias Bertling, Stefan Ganser und Marcel Meisen). Im Sommer sind es sogar fünf, denn dann wohnen auch die beiden Bayern Florenz Knauer und Alexander Grad in der Kupferstadt, wo ihnen das Team eine Wohnung bereitstellt. Ein großer Vorteil für das Team, denn so haben die Fahrer oft Gelegenheit, gemeinsam zu trainieren.

Ab in die Eifel

Weil Luc Hagenaars und Manman van Ruitenbeek (beide Maastricht) sowie Michael Kurth (Heinsberg) ebenfalls in der Region wohnen, trifft man sich oft zu Ausfahrten. „Die fahren sich entgegen und machen dann zusammen ihre Kilometer”, sagt Markus Ganser, der Wert darauf legt, dass Kuota-Indeland eine regional verwurzelte Mannschaft ist.

Das gilt auch für Daniel Mrosek und David Kopp aus Köln sowie den Bonner Alex Schmitt, die ihren Teamkollegen ebenfalls entgegenfahren, um sich irgendwo in der Mitte zum gemeinsamen Training zu treffen. Betreut werden die Fahrer nicht nur von Manager Ganser und den sportlichen Leitern Rüdiger Systermans und Reiner Sorge, sondern auch von einem großen Team ehrenamtlicher Helfer.

Wenn es nicht gerade schneit, ist die Region rund um Stolberg und Eschweiler ein ideales Terrain für Radprofis. „Im Winter geht es oft ins Jülicher Land”, sagt Markus Ganser. Und zwar weniger, weil das Gelände dort flach ist, sondern vielmehr, weil es rund um den Indemann immer ein paar Grad wärmer ist und weniger Schnee liegt.

Ab dem Frühling sind dann Trainingsfahrten in die Eifel angesagt, die wegen ihrer Topographie den Trainingszielen der Radprofis entgegen kommt und - genau wie Strecken in Belgien und den Niederlanden - ein bisschen mehr Abwechslung zu bieten hat.

Doch Abwechslung im Training ist das eine - der Wettkampf ist dann eine ganz andere Sache. Für den scheint das Team aber gut gerüstet.
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