Rathaus-Gala zum 200. Geburtstag von Giuseppe Verdi und Richard Wagner

Von: jope
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Eschweiler. Der Komponist Richard Wagner hatte seinem Freund und Kollegen Franz Liszt viel zu verdanken. Der weltläufige Ungar mit dem großem Herzen führte Wagners Werke während dessen Exilzeit auf, beteiligte sich ideell und finanziell am Aufbau der Bayreuther Festspiele. Den größten „Gewinn“ durch Liszt erfuhr Wagner aber durch dessen Tochter Cosima: Sie wurde seine große Liebe – und seine Ehefrau.

Dies ist ein Grund, warum die Eschweiler Franz-Liszt-Gesellschaft am Sonntag, 26. Mai, 11 Uhr, bei einer musikalischen Matinee im Ratssaal des Rathauses den 200. Geburtstag von Richard Wagner würdigt. Der andere Grund ist die bedeutende Stellung Wagners in der Musikgeschichte. Da 2013 Jahr auch das andere Operngenie Giuseppe Verdi 200 Jahre alt geworden wäre, nimmt die Liszt-Gesellschaft den italienischen Maestro mit ins „Halbe-halbe“-Programm.

Hochkarätige Solisten

Das „Gedenk-Konzert 200 Jahre Verdi und Wagner“ setzt zudem die Zusammenarbeit zwischen Franz-Liszt-Gesellschaft und Städtischer Musikgesellschaft Eschweiler fort. Beteiligten sich im Oktober Chor und Orchester der „Städtischen“ am Festkonzert zum 30-Jährigen Bestehen der Liszt-Gesellschaft, so diesmal der Chor mit einigen „Ohrwürmern“ aus Opern Verdis und Wagners.

Unter der Stabführung von Horst Berretz werden der (Männer-)Pilgerchor aus Wagners „Tannhäuser“ sowie der Triumphchor und der Gefangenenchor aus den Verdi-Opern „Aida“ und „Nabucco“ gegegeben.

Hochkarätige Solisten bereichern die anspruchsvolle Matinée. Es sind jene Namen, die schon bei der deutschen Uraufführung des Leoncavallo-Requiems am Karfreitag in St. Peter und Paul dabei waren: Sopranistin Violetta Palatinus aus Eschweiler, der niederländische Bariton Frans Kokkelmans und der in Köln lebende ungarische Tenor Béla Mavrák. Es werden Arien zu hören sein aus „La Traviata“, „Othello“ und „Tannhäuser“.

Beide Programmteile werden mit ausdrucksstarker Instrumentalmusik eingeleitet: Führt József Ács gleich zu Beginn am Flügel mit dem Vorspiel von „Lohengrin“ in die mystische Gralswelt Richard Wagner ein, so die hochtalentierte 19-jährige Sandra Ziemons (Flötenklasse Violetta Palatinus) nach der Pause mit der Ballettmusik in die exotische „Aida“-Welt Giuseppe Verdis. Moderiert wird die Matinee von Dr. Eberhardt Schneider.

Gespannt dürfen die Besucher auf die Kostüme der Solisten und der Chorsänger sein. Für sie zeichnet Sabine Schumann verantwortlich. Die Kostümbildnerin arbeitete bereits 2005 mit dem Ehepaar Àcs-Palatinus zusammen, als man zum Weltjugendtag und Papstbesuch in Köln ein Mysterienspiel über die Zeit Karls des Großen einstudierte. Noch möchte Sabine Schumann nicht viel verraten, manches ist auch noch „Work in progress“. Denkbar wäre etwa in dem größeren „Tannhäuser“-Teil eine Kleidung, die an die Blütezeit des höfischen Minnesangs erinnert. Meister Wagner, der stets die Verbindung von Wort, Musik und Bühne zum „Gesamtkunstwerk“ forderte, würde sich freuen.

Denkbar wäre aber auch eine Garderobe, die in die Zeit Wagners (also um die Mitte des 19. Jahrhunderts) passt. Lassen wir uns überraschen!

Keine Überraschung ist es, dass Eschweilers Geldinstitute die kulturelle Arbeit der Franz-Liszt-Gesellschaft unterstützen. „Sonst wäre die Verpflichtung namhafter Profi-Solisten außerhalb Eschweilers nicht machbar“, bedankt sich Projektmanagerin Violetta Palatinus für diese Hilfe. Im Falle des Verdi-Wagner-Projektes ist die Raiffeisen-Bank Eschweiler der Sponsor.

Karten für die Eschweiler Verdi-Wagner-Gala gibt es an der Tageskasse.

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