Radweg-Ersatz führt in den Schlamm

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An der Westseite des Flugplatzes Merzbrück sollen Radfahrer nicht mehr entlang fahren dürfen, stattdessen sollen sie diesen Weg auf der Ostseite des Flugplatzes nehmen. Foto: Ebbecke-Bückendorf

Eschweiler/Würselen. Weil startende und landende Flugzeuge des Flugplatzes Merzbrück den Spaziergängern und Radlern auf einem nahe vorbei führenden Weg gefährlich werden könnten, hat die Stadt Würselen diesen Weg gesperrt.

Allerdings wurde keine Ersatzroute ausgeschildert. Der gesperrte Weg gehört zum Radwegenetz der Region. Auch die Wasserburgenroute und der Euregiobahn-Radweg nutzen diese Strecke. Sie wird nach wie vor intensiv von Radlern befahren.

Der Radweg führt direkt am Flugplatz Merzbrück durch die Felder. Über den tadellos asphaltierten Wirtschaftsweg rollen an schönen Tagen hunderte Ausflügler und bestaunen die startenden Flugzeuge. Seit einigen Wochen staunen sie allerdings auch über ein Verbotsschild, das direkt auf den Asphalt gemalt ist: Für Fußgänger und Radfahrer gesperrt.

Das stimmt, der ist gesperrt, sagt Uwe Zink. Der Dezernent des Kreises Aachen (und dort auch für Radwege zuständig) ist zugleich Geschäftsführer des Flugplatzes Aachen-Merzbrück. Als solcher sieht er die Radfahrer auf dem Weg durch die Einflugschneise gar nicht gern.

15 Meter Flughöhe müssen startende und landende Flugzeuge an der Grenze des Landeplatzes haben. Die Grenze ist direkt am Weg. „Der Weg ist auf Bestreben der Luftaufsicht Düsseldorf im Benehmen mit dem Kreis Aachen durch die Stadt Würselen gesperrt worden”, bestätigt Bernd Schaffrath, Sprecher der Stadt Würselen.

Seit einem Jahr bereits ist es Fußgängern und Radfahrern verboten, den Weg zu benutzen. Die Schilder vom Radwegenetz allerdings weisen nach wie vor auf diesen Weg. Es gebe eine Ersatzroute, die sei auch ausgeschildert, sagt Zink.

Ist sie aber nicht. Was Zink als Ersatzroute beschreibt, ist ein Feldweg auf der anderen Seite des Flugplatzes, direkt entlang der stillgelegten Bahnlinie. Kein einziges Schild weist auf diesen Weg hin. Schlaglöcher und schlammige Treckerspuren machen ihn bei Regen selbst für Mountainbikes fast unpassierbar.

Die Ausflügler und die Radsportler nutzen bisher weiter den Weg an der Westseite des Flugplatzes. Verbot hin oder her. Allerdings wird sich das Problem ohnehin bald erledigen. Denn die Flugplatz-GmbH plant eine Verlängerung der Start- und Landebahn. Der Wirtschaftsweg soll komplett verschwinden.
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