Eschweiler - Pulverfass Naher Osten: „Keine einfache Lösung”

Pulverfass Naher Osten: „Keine einfache Lösung”

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Eschweiler. Am 14. Mai 1948 wurde der Staat Israel gegründet. Doch nicht erst seitdem ist der Nahe Osten ein Pulverfass. Die Vielschichtigkeit dieses Konfliktes macht es schwierig, die Ursachen zu benennen. Aggressor und Opfer eindeutig auszumachen, ist kaum möglich.

Der Diakon und Diplomtheologe Franz Josef Kempen unternahm nun am Donnerstag während des Donnerberger Gesprächskreises unter der Überschrift „Israel/Palästina - Hintergründe für einen Konflikt ohne Ende?!” den Versuch, seinen Zuhörern in der Donnerberg-Kaserne die Situation näherzubringen und beleuchtete dabei vor allem religionsgeschichtliche Aspekte.

„Der Landstreifen Israel/Palästina war immer eine strategisch wichtige Landbrücke zwischen Afrika und Asien, in dem fast immer Krieg herrschte”, erklärte Franz Josef Kempen zu Beginn seines Vortrags.

Als einen zentralen Punkt des Konflikts sieht der Dozent der Bischöflichen Akademie des Bistums Aachen jedoch die fundamentalen Unterschiede zwischen dem israelischen und dem palästinensischen Gesellschaftssystem. „Israel ist eine liberale jüdisch-christliche Individualgesellschaft, die Palästinenser leben in einem islamisch-christlichen Clansystem.”

Vor allem der Anspruch drei großer Religionen auf die Stadt Jerusalem als Zentrum, habe zu Konflikten geführt. Dies führe auch aktuell zu einer leider völlig festgefahrenen Situation: „Die Palästinenser beanspruchen genau wie Israel Jerusalem als ihre Hauptstadt.” Sein Fazit fiel alles andere als optimistisch aus: „In diesem Konflikt gibt es keine einfache, kurzfristige Lösung.”
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