Eschweiler-Ost - Prysmian-Kabelwerk Lynen: Mittwoch ist Produktionsstopp

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Prysmian-Kabelwerk Lynen: Mittwoch ist Produktionsstopp

Von: tob
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Aus und vorbei: In dieser Woche ist Produktionsstopp im Kabelwerk an der Dürener Straße. Foto: Tobias Röber

Eschweiler-Ost. Ende dieser Woche ist Schluss im Prysmian-Kabelwerk Lynen. Offizieller Produktionsstopp ist Mittwochnacht. Damit geht eine 126-jährige Geschichte zu Ende. So lange gibt es das Kabelwerk bereits. Nun schließen die Türen.

Am vergangenen Freitag wurden Interessenausgleich und Sozialplan unterschrieben, am Montag wurden die 160 Mitarbeiter informiert. „Trotz des großen Widerstands haben wir die erste Lösung nicht erreicht“, sagt Peter Heidbüchel, Betriebsratsvorsitzender. Die erste Lösung war: Erhalt der Arbeitsplätze, Fortsetzung der Produktion. Doch alle Aktionen halfen nichts.

Nun sei die zweitbeste Lösung (wenn es die überhaupt gibt) erreicht worden. Eben der Interessenausgleich und der Sozialplan. Die Mitarbeiter können nun einen Vertrag unterschreiben. Damit sind dann alle Ansprüche an die Firma Prysmian erledigt, im Gegenzug kommen die Mitarbeiter für zwölf Monate in eine Transfergesellschaft. Die Trägergesellschaft low-tec und die Agentur für Arbeit werden versuchen, Arbeit für die Mitarbeiter zu finden. Kein leichtes Unterfangen

„Gute Lösung“

Peter Heidbüchel spricht von einem 18-Millionen-Euro-Paket, das geschnürt worden sei. Also Abfindungen und Transfergesellschaft zusammengenommen. Natürlich sitzt die Enttäuschung bei allen Mitarbeitern noch tief. Heidbüchel spricht dennoch von einer „guten Lösung“. „Ein solcher Abschluss ist in der Region so noch nicht getätigt worden“, sagt der Betriebsratsvorsitzende.

Schon jetzt stehen viele Maschinen an der Dürener Straße bereits still. Mittwoch ist dann endgültig Schluss. Nach der Inventur am Donnerstag, wird nur noch eine Handvoll Mitarbeiter im Kabelwerk sein.

Eventuell wird in den ersten zwei bis drei Monaten des neuen Jahres noch ein Team gebraucht, das die noch brauchbaren Maschinen abbaut und verpackt. Das stehe jedoch noch nicht fest, so Heidbüchel.

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