Eschweiler - Propsteier Wald: Keiner kennt die militärischen Altlasten

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Propsteier Wald: Keiner kennt die militärischen Altlasten

Von: ger
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Kooperationsvereinbarung unterschrieben: Hermann Gödde, Jürgen Rost und Achim Urmes (vorne v. l.) besiegeln die Zusammenarbeit auf den ehemaligen Militärflächen im Propsteier Wald. Foto: Daniel Gerhards

Eschweiler. Dass sich im Propsteier Wald etwas tun soll, ist bekannt – und nun auch besiegelt. Vertreter der Stadt Eschweiler und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) haben ein Papier unterschrieben, in dem die Zusammenarbeit in dem lange militärisch genutzten Waldstück geregelt ist.

Für Hermann Gödde, Technischer Beigeordneter der Stadt, ist wichtig, dass damit klar ist, dass der Wald öffentlich bleibt. Also, dass er nicht an ein privates Unternehmen verkauft wird. Zusätzlich soll der Wald auch wieder für die Bürger geöffnet werden. „Bis er vollständig zugänglich gemacht werden kann, wird es aber noch einige Jahre dauern“, sagt Jürgen Rost, Betriebsleiter des Bundesforstbetriebs Rhein-Weser. Das liege daran, dass man heute noch nicht wisse, welche militärischen Altlasten sich noch in dem Wald befinden. Deshalb könne man auch noch keinen Zeitplan für die vollständige Öffnung nennen. Bis dahin soll es Führungen durch den Wald geben, so dass sich Bürger ein Bild von der Natur und dem Rückbau der militärischen Anlagen machen können.

Wichtig für die Bima ist, dass der 370 Hektar große Wald auch wirtschaftlich genutzt wird. Das soll durch ökologische Forstwirtschaft, Erneuerbare Energien – vorwiegend Windkraft – und über den Rückbau von versiegelten Wegen und militärischen Anlagen geschehen. Für letzteres gibt es geldwerte Ökopunkte.

Als Forschungsstandort soll das sogenannte Camp CO2 Zero für Hochschulen und private Forschungseinrichtungen geöffnet werden. Der Wald soll zudem ein außerschulischer Lernort werden. Dort fand bereits ein Ferienspiel statt. Das wolle man im kommenden Jahr wiederholen, sagt Eberhard Büttgen vom Förderverein Porpsteier Wald. Zudem ist ein Kinderwaldprojekt am Rande des Forstes geplant. Die beteiligten Akteure treffen sich nun regelmäßig in einer Arbeitsgruppe, um Detailfragen zu klären. Darüber wolle man fortlaufend und „transparent“ informieren, sagt Gödde.

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