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Projekt für Toleranz, Vielfalt und Demokratie

Von: ran
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Klare Aussage: Viele Indestädter zeigen Gesicht gegen Fremdenhass und treten für Toleranz, Vielfalt und Demokratie ein. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Ihr Einsatz richtet sich gegen die menschenverachtenden Gedanken des Rechtsextremismus. Aber vor allem wollen sie für etwas eintreten: nämlich Toleranz, Vielfalt und Demokratie. „Face“ (zu deutsch Gesicht) heißt das Projekt, welches vom Netzwerk der Schulsozialarbeiter an Eschweiler Schulen und den Mitarbeitern der Mobilen Jugendarbeit auf den Weg gebracht wird.

Am Montag fiel im Foyer des Rathauses der Startschuss zum „Aktionsmarkt“. Bis zum 18. April wollen die Verantwortlichen von „Face“ dort ihr Projekt vorstellen, aber auch Ideen, Initiativen und Mitmach-Möglichkeiten sammeln. In einer Ausstellung wird u.a. der Weg von der Initialzündung des Projekts, nämlich den Aktionen vieler Eschweiler Gruppen, darunter viele Schüler, die den geplanten Nazi-Aufmarsch im Frühjahr des vergangenen Jahres verhinderten, bis zur Entstehung des Netzwerkes nachgezeichnet.

„Ein großartiger Anlass, hier zusammenzukommen. Mein ausdrücklicher Dank gilt allen Beteiligten“, begrüßte Bürgermeister Rudi Bertram die Netzwerker. Um wenig später darauf aufmerksam zu machen, wie wichtig eine solche Initiative ist. „In einigen Tagen werden wohl wieder Rechtsextreme in unserer Region aktiv sein. In Eschweiler signalisieren wir auch mit dieser Aktion: Ihr habt hier nichts zu suchen! Es ist gut, dass wir in Eschweiler Gesicht zeigen. Und es macht mich stolz, dass sich immer wieder viele Schüler beteiligen. Die Devise muss lauten, immer am Ball zu bleiben, auch wenn es unangenehm wird“, so der Bürgermeister.

Frank Taufenbach, Sprecher der Bürgerinitiative „Gemeinsam gegen Neo-Nazis“, wies auf die lange Tradition hin, auf die in Eschweiler in Sachen Kampf gegen Rechtsextremismus zurückgeblickt werden kann. „Ein überparteiliches Personenbündnis ist das Erfolgsrezept für einen breiten Widerstand.“

Dorothee Neubert, Pfarrerin am Berufskolleg Eschweiler, die gemeinsam mit den Schulsozialarbeitern Lothar Horndt (Gesamtschule Eschweiler), Michael Mußler (Realschule Patternhof), Herman Moonen (Willi-Fährmann-Schule) und Daniela Winkelhahn (KGS Röthgen und Barbaraschule) sowie den Studentinnen Jana Viola Frings und Anne Barry die „Arbeitsgruppe Face“ bildet, unterstrich, dass das Projekt unter der Überschrift „für und mit Jugendlichen“ stehe. „Dabei wollen wir uns gegen Neo-Nazis stellen, aber in erster Linie für Werte eintreten“, so die Geistliche. Michael Mußler nannte als Ziel, die Vermittlung von Toleranz, Vielfalt und Demokratie fest im Unterricht, im Alltag der Schüler, zu verankern.

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