Eschweiler - Polizei und Stadt: Schulterschluss in Sachen Sicherheit

Polizei und Stadt: Schulterschluss in Sachen Sicherheit

Von: Rudolf Müller
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Nicht nur für direkt betroffene Anlieger ein Ärgernis: Berufskollegschüler, die seit dem Rauchverbot auf dem Schulgelände in den Pausen die August-Thyssen-Straße bevölkern, massig Müll hinterlassen und sogar den Fahrzeugverkehr beeinträchtigen, rufen immer wieder Ordnungsamt und Polizei auf den Plan. Foto: Rudolf Müller

Eschweiler. Wenn´s um die Sicherheit seiner Bürger geht, engagiert sich Eschweiler so stark wie kaum eine andere Kommune. Ordnungsamtsleiter Edmund Müller hat sich in Nordrhein-Westfalen umgesehen. Seine Feststellung: „Was die Außenpräsenz des Ordnungsamtes angeht, sucht Eschweiler landesweit seinesgleichen.”

Sechs Voll- und zwei Teilzeitkräfte nebst einer Ein-Euro-Kraft werden ergänzt durch mindestens zwei stets präsente Mitarbeiter einer privaten Sicherheitsfirma - „damit sind wir 85 Stunde pro Woche nahezu rund um die Uhr draußen”, betont Müller. Derzeit 17 ehrenamtliche Ordnungshelfer kommen hinzu.

Eine außergewöhnlich gute Personalausstattung, von der Bürgermeister Rudi Bertram allen Forderungen nach Personalkosteneinsparungen zum Trotz nicht abrücken will: „Erst wenn die Polizei ihr Personal aufstockt und ihre Wache rund um die Uhr besetzt, bin ich bereit, im Ordnungsamt Personal abzubauen. Eine zeitweise nicht besetzte Wache ist weder sinnvoll noch nachvollziehbar. So lange das so ist, werde ich politischen Forderungen, Personal beim Ordnungsamt abzubauen, nicht nachgeben.”

Erster Hauptkommissar Wolfgang Robionek sieht das - zumindest nach außen hin - anders: „Bei uns ruft kaum einmal ein Bürger an, der sich in seinem Sicherheitsgefühl beeinträchtigt sieht. Die Eschweiler sehen offenbar ein, dass es sinnvoller ist, unsere Leute auf der Straße statt in der Wache zu haben.”

Dies war aber auch schon die einzige Meinungsverschiedenheit zwischen Bürgermeister Bertram und dem Leiter des Bezirksdienstes der Polizei im Südkreis. Im schon fast traditionellen Arbeitsfrühstück zu Jahresbeginn überwog am Donnerstag Einigkeit: Die Zusammenarbeit klappt hervorragend und hat sich auch im vergangenen Jahr, das mit seinen Großveranstaltungen zum Stadtjubiläum einiges an Herausforderungen für die Sicherheitskräfte bereithielt, weiter verbessert.

„Wir können in einer Stadt mit 56.000 Einwohnern keine absolute Ruhe haben”, weiß auch Bürgermeister Rudi Bertram, „schon gar nicht im feierfreudigen Eschweiler. Zudem finde ich eine kontrollierte Unruhe gar nicht so schlecht.”
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