Eschweiler - Pinke Damen treten gegen starke Wikinger an

Pinke Damen treten gegen starke Wikinger an

Von: thd
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Ob Wikinger oder Segelclub: De
Ob Wikinger oder Segelclub: Der Mannschaftsgeist war in jedem Team beim 1. Drachenboot-Rennen auf dem Blausteinsee vorhanden. Foto: Theres Dickmeis

Eschweiler. „Attention - go!” Die Paddel ins Wasser und los. Gleichmäßiges Schlagen statt ausgetüftelter Taktik hieß die Zauberformel zum Erfolg beim 1. Drachenboot-Rennen auf dem Blausteinsee - denn der Rhythmus entschied die Geschwindigkeit.

Laute Rufe der Zuschauer übertönten oft den Endspurt vor der Seebühne. Bis zum letzten Schlag gaben die 13 Teams ihr Bestes und versuchten mit Wikingerhelmen und abgestimmten Shirts und Regencapes, den Gegner einzuschüchtern.

Knappe Entscheidungen

Vom knappen Kopf-an-Kopf-Rennen bis zur klaren Entscheidungen war alles dabei: Das Drachenbootrennen auf dem Blausteinsee begeisterte mit vielen Überraschungen und noch mehr Spaß. Zum ersten Mal veranstalteten die Wassersportfreunde Aachen den Blausteinsee-Cup, bei dem 13 Mannschaften gegeneinander um die Wette paddelten.

Nachdem der Verein eine ähnliche Veranstaltung im vergangenen Jahr in Woffelsbach organisiert hatte, planten sie in diesem Jahr das Rennen vor einer anderen Kulisse. „Der See mit der Seebühne bietet schon einen idealen Veranstaltungsort für ein Drachenbootrennen”, begründete Steffen Scholz von den Wassersportfreunden die Entscheidung. „Da sich jeder anmelden konnte, ob sportlich oder nicht, gibt der See beste Voraussetzungen für alle 13 Mannschaften.”

Die entscheidende Voraussetzung aber brachten alle Teams von Anfang an mit: eine Menge Spaß! Ob Fun-Teams, Jugend-Teams, Vereine, Firmen und sonstige Gruppierungen - unter dem Motto „Dabei sein ist alles” gingen wilde Wikinger, pinke Mädelsgruppen, Karnevalsgesellschaften und auch der Segelklub und Kanuclub aus Eschweiler an den Start.

Mindestens 16 und maximal 20 Personen musste eine Mannschaft stellen, da die Teilnehmer in fairen Verhältnissen gegeneinander antreten sollten. Auf den 12,5 Meter langen und mit Drachenköpfen verzierten Booten paddelten die Mannschaften wie wild, um vor dem Gegner die 200 Meter zu bestreiten.

Rhythmus entscheidend

Die Höhe der Fahrtgeschwindigkeit entschied sich allerdings nicht nur durch die Kraft der Paddler, sondern vor allem durch den Rhythmus. Um nicht aus dem Takt zu geraten, schlugen die Trommler der Boote gleichmäßig auf die Trommel ein und die Paddler konnten die Schlaggeschwindigkeit anpassen. Nicht so einfach - denn einmal aus dem Takt, kam man nur schwer wieder rein und wichtige Sekunden gingen verloren. Damit das Boot auch in die richtige Richtung fuhr, steuerte ein Steuermann am Heck mit einem Langruder.

Mit einem hohen Maß an Teamgeist bestritten die Mannschaften zwei Vorrunden. Für die besten Sechs war anschließend wieder alles offen. Gegeneinander kämpften sie um den Blausteinsee-Cup und ließen es sich nicht nehmen, den Gegner schon vor dem Start mit Rufen aus dem Rhythmus zu bringen. Nach dem Start hieß es dann Konzentration auf Tempo, Takt und Gleichgewicht.

Auch wenn die Paddler alles andere als wasserscheu waren, auf ein Bad im herrlich kalten Blausteinsee konnte jeder verzichten. Mehr oder weniger trocken kamen die Mannschaften schließlich noch ins Ziel an, nicht zuletzt dank des gnädigen Wetters.

Bei der anschließenden Siegerehrung auf der Seebühne fühlte sich jeder Teilnehmer wie ein Gewinner und hoffte bereits auf eine Wiederholung im kommenden Jahr.
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