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Pilgern, das ist Wandern mit Mehrwert

Von: fe
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Eschweiler. Die Heimbach-Wallfahrer aus Röhe und Bergrath suchen Menschen, die mit ihnen pilgern möchten. Am 13. und 14. Juli ziehen sie wieder durch die Eifel. Die Wallfahrt zur „Schmerzhaften Mutter Gottes“ in Heimbach hat eine Jahrhundert lange Tradition.

Die Wallfahrtsoktav findet jeweils in der ersten Julihälfte statt und wird von zahlreichen Pilgergruppen besucht. Auch außerhalb der Oktavwoche gibt es eine Wallfahrt aus Eschweiler nach Heimbach. Sie wird organisiert von der Heimbach-Bruderschaft St. Michael und findet im September statt.

In ihrer Satzung hat sich die Heimbacher Bruderschaft 1852 Eschweiler-Röhe, in der sich Pilger aus ganz Eschweiler – vornehmlich aus Röhe, Bergrath, Hehlrath und St. Jöris – zusammengefunden haben, verpflichtet, in jedem Jahr eine Wallfahrt nach Heimbach zu organisieren.

Bis in die 1950-er Jahre wurde die rund 40 Kilometer lange Wegstrecke als reine Fußprozession durchgeführt. Der Bau der Wehebachtalsperre, der zunehmende Straßenverkehr und der Wegfall preiswerter Übernachtungsmöglichkeiten in Heimbach führten im Laufe der Jahre zu einer Reihe organisatorischer Veränderungen und auch zur Wahl neuer Wegstrecken.

Heute geht nur noch eine kleine Gruppe von Röhe los; die übrigen Pilger werden um 7 Uhr in Röhe und 7.15 Uhr in Bergrath mit einem Bus abgeholt und nach Schevenhütte befördert. Nach einer kurzen Andacht in der dortigen Kirche führt der Pilgerweg hinauf zum Rennweg und über Großhau zur Frühstückspause in Kleinhau. Danach geht es hinunter ins Kalttal zum beschwerlichen Aufstieg nach Schmidt. Nach der Mittagspause wird der Rest des Weges über Hasenfeld nach Heimbach bewältigt. Es folgt der Einzug in die Wallfahrtskirche St. Salvator. Dort erhalten die Pilger vor dem Gnadenbild den Segen.

Auf dem gesamten Weg begleitet ein Fahrzeug die Pilgergruppe. Es dient dem Gepäcktransport und hält Erfrischungsgetränke bereit. Bei auftretenden Beschwerden oder an besonders anstrengenden Wegstrecken können einzelne Pilger auch ein Stück mitgenommen werden.

Für ältere Pilger und solche, denen aus gesundheitlichen Gründen der Fußweg nicht möglich ist, setzt die Bruderschaft am Nachmittag einen Bus ein. Dieser fährt von Röhe (13.15 Uhr) über Hehlrath (13.30) und Bergrath (13.45) nach Heimbach. Nach der Abendmesse (ca. 19.15 Uhr) fährt der Bus zurück und nimmt auch einen Großteil der Fußpilger mit nach Hause.

Sonntags beginnt der Rückweg in Heimbach um 7 Uhr. Es treffen sich die Pilger, die in Heimbach übernachtet haben und die, die sich nach Heimbach haben bringen lassen, mit den Pilgern der Bruderschaft aus Schevenhütte, um gemeinsam den Pilgerpfad bis nach Schevenhütte zu bewältigen. Mit dem Schlusssegen in der dortigen Kirche endet die Wallfahrt.

„Leider ist die Zahl der Pilger in den letzten Jahren erheblich geschmolzen“, sagt der Präfekt der Bruderschaft, Hartmut Kirst. Um die Wallfahrtstradition auch künftig fortführen zu können, sei die Bruderschaft dringend auf neue Pilger angewiesen: „Insbesondere die jüngeren und mittleren Generationen werden schmerzlich vermisst“. Dabei stehe die Teilnahme jedermann offen. Neben gemeinsamen Gebeten und Liedern gibt es genügend Raum zu Gesprächen und zur Meditation.

In diesem Jahr findet die Wallfahrt am Wochenende 13./14. Juli statt. Wer weitere Informationen benötigt, kann sich an den Präfekten der Bruderschaft, Hartmut Kirst, Telefon 31910, wenden.

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