Eschweiler-Lohn - Pickepackevoller Bus: Eltern haben ein „ungutes Gefühl“

Pickepackevoller Bus: Eltern haben ein „ungutes Gefühl“

Von: ger
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Aseag bus

Eschweiler-Lohn. Wenn Eva Meurer zur Schule fährt, dann müssen auch noch viele andere Kinder zur Grundschule Dürwiß. Eigentlich ist das gut. Wer ist auf seinem Schulweg schon gern alleine? Aber wenn die Erstklässlerin in ihren Bus einsteigt, dann sind meistens so viele Kinder und Jugendliche an Bord, dass der Schulweg alles andere als schön ist – und schon gar nicht sicher.

Die Linie 6 der Aseag, die morgens gegen 7.30 Uhr durch Fronhoven und Neu-Lohn fährt, ist fast immer überfüllt. Das finden Eva Meurer und ihre Freunde zwar nicht so schlimm, aber ihre Eltern ärgern sich darüber. Schließlich kann es für die Kinder, die stehen müssen, gefährlich werden, wenn der Bus stärker bremsen muss.

„Wenn der Bus aus Aldenhoven kommt, ist der Bus schon an der ersten Haltestelle in Frohnhoven so voll, dass die Kinder keine Chance auf einen Sitzplatz haben“, sagt Mutter Susanne Meurer. An der dritten Haltestelle im Ort sei der Bus dann meistens so voll, dass die Türen nicht mehr schließen und die Kinder „durch den Bus geschoben werden“. Meurer: „Das ist ein Geschiebe und Gedränge in dem Bus.“

Von Komfort also keine Spur. Aber damit nicht genug. „Das Ganze muss man sich aus der Perspektive eines 1,20 Meter kleinen Menschen vorstellen, der zum ersten Mal alleine Bus fahren soll und an die Hälfte der Haltegriffe gar nicht rankommt“, sagt Susanne Meurer.

Und wer sich nicht festhalten kann, der kann bei einer Vollbremsung übel stürzen. Das hat erst vergangene Woche ein Busunfall am Aachener Elisenbrunnen gezeigt. Das war passiert: Der Busfahrer ging in die Eisen, weil eine Frau mit Kind trotz roter Ampel über die Straße gegangen war. Augenzeugen berichteten, dass Insassen durch den Bus „geflogen“ seien.

Die Angst, dass so etwas auch auf der Strecke von Fronhoven nach Dürwiß passieren könnte, hat nicht nur Susanne Meurer. Auch viele andere Eltern sind besorgt. Beschwerden bei der Aseag brachten bislang aber keine Besserung. Sogar Unterschriften hätten die Eltern in vergangenen Jahren gesammelt. Alles ohne Erfolg.

Ärgerlich für die Eltern: „In den Ferien gab es einen Sonderbus zum Blaustein“, aber für die Schulkinder finde die Aseag keine Lösung, sagt Meurer.

Immerhin: Aseag-Sprecherin Anne Linden sagt auf Anfrage unserer Zeitung, dass man sich die Situation noch einmal genau anschauen werde. Dazu wolle man auch Kontakt mit der Schule aufnehmen.

Allerdings müsse sich der Einsatz eines weiteren oder größeren Busses auf der gesamten Fahrstrecke rechnen. „Ein zweiter Bus muss schlichtweg bezahlt werden“, sagt Linden. Und dabei sei auch die Stadt Eschweiler, die an den Kosten beteiligt wird, im Boot.

Für die Eltern bleibe ein „ungutes Gefühl“, wenn die Kinder in den pickepackevollen Bus steigen. Und die Kinder mit dem Auto zu bringen, sei auch keine Lösung. „Damit würde man die Verkehrssituation vor der Schule noch verschärfen“, sagt Meurer.

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