Eschweiler - Phil Bates erweckt Hits des Electric Light Orchestra zum Leben

Phil Bates erweckt Hits des Electric Light Orchestra zum Leben

Von: Rudolf Müller
Letzte Aktualisierung:
phil4_
Brillierte im Ratssaal mit einer Akustikversion des ELO-Hits „Can´t get you out of my head”: Phil Bates.
Foto: Rudolf Müller

Eschweiler. Hubert Büttgen hat den alten Programmzettel noch. Den von den 1. Eschweiler Jazztagen Ende September 1992 im Circuszelt an der Preyerstraße. Damals waren Chris Barber und Peter Herbolzheimer die „Headliner”. Und auch die Blues Brothers Band war dabei. Und das Hänsche Weiss-Quartett. Und und und...

Hubert Büttgen war damals Vorsitzender des Kulturausschusses. Und Schirmherr des Festivals. „Die Vorbereitungen waren äußerst schwierig”, erinnert er sich. „Man konnte ja auf nichts zurückgreifen - weder auf Ausrüstung noch auf Erfahrung.” Armdicke Stromleitungen mussten her, mobile Toiletten, Gastronomie, das riesige Zelt - „aber alles hat mitgespielt, selbst die Feuerwehr half mit, und was dabei herauskam, war ein wunderschönes Erlebnis, auf das ich froh und glücklich zurückblicke”, erzählt Büttgen.

2000 Besucher fasste damals das beheizbare Zelt, das in einem Jahr vom Sturm fortgerissen zu werden drohte. „Die Atmosphäre im Zelt war einfach geil!”, erinnert sich auch Wolfgang Wynands, der mit seiner Band „Saturday Night Fishfry” dort den ersten größeren Auftritt hatte. Und der auch diesmal, 20 Jahre später, das Festival musikalisch mit einer deftigen Portion Rhythm´n´Blues eröffnen wird. Seit der Jahrtausende findet das Festival open air auf dem Marktplatz statt. Alljährlich statt im Zwei-Jahres-Rhythmus. Und dank etlicher Sponsoren bei freiem Eintritt.

Das lockt beim gutem Wetter insgesamt weit über 20000 Besucher auf den Marktplatz und in die musikerfüllten Altstadtkneipen. Und dass die Marktbühne mit Blick auf die angestrahlte St.-Peter-und-Paul-Kirche eine ganz besondere Atmosphäre besitzt, das hat sich auch in Musikerkreisen herumgesprochen. „Fast wie in Berlin vor dem Brandenburger Tor”, grinst Organisator Max Krieger und spielt damit auf ein grandioses Konzert an, das Phil Bates dort vor wenigen Jahren gab - auszugsweise nachzuerleben im Internet auf Youtube.

Bates ist niemand Geringeres als die Stimme des Electric Light Orchestras. Electric Light Band heißt seine Gruppe heute, die sich mit großem Erfolg auf die Fahnen geschrieben hat, die außergewöhnlichen Rocksounds von ELO lebendig zu erhalten. „Don´t bring me down” ist nur einer von zahlreichen Hits, die den Erfolgsweg der Gruppe pflastern. Im Ratssaal, wo Bates sich jetzt Presse, Sponsoren und Politik vorstellt, zeigt er, dass orchestraler Classic Rock auch ohne große Besetzung seine Reize hat: Phil Bates holt eine zerschrammte, löcherige Akustikgitarre aus dem Koffer und brilliert mit einer berührenden „unplugged”-Version von „Can´t get you out of my head”. Tosender Applaus ist ihm sicher.

Nicht nur im Ratssaal: „Wenn ich mal nicht gerade mit der kompletten Band arbeite, mache ich gern mal was anderes”, erzählt der sympathische 57-Jährige. Zurzeit ist er auf einer kleinen Akustiktour - im Juni dagegen reist er mit großer Besetzung an. Am Festivalfreitagabend gehört ihm die Bühne - nach Wolfgang Wynands und seinen Mannen.

Samstag ist der Abend von Nina Alverdes und ihren in die Beine gehenden Soul- und Reggae-Rhythmen. Die Nächte gehören der Kneipenrallye: Dutzende Konzerte in feinster Clubatmosphäre warten auf die Fans. Auf die traditionelle Gospelmesse am Sonntag folgt mit „Jugend rockt” das Forum lokaler Nachwuchsbands. Und am Nachmittag herrscht Party total. Auf der Bühne: Brings.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert