Eschweiler - Petra Collas: „Eine Betreuung ist keine Entrechtung“

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Petra Collas: „Eine Betreuung ist keine Entrechtung“

Von: se
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Zum Thema Betreuung gibt es etliche Fragen. Iris Grendel, Henriette Yazdani und Petra Collas (von links) gaben Antworten. Foto: Sonja Essers

Eschweiler. Was ist zu tun, wenn man an einer ehrenamtlichen Betreuung interessiert ist? Und wie sieht die Vorbereitung auf dieses Engagement aus? Mit diesen Fragen beschäftigte sich nun der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) Eschweiler. Ehrenamtliche Betreuer und Interessierte, die dieses Ehrenamt ausüben möchten, konnten informieren.

Nicht nur Iris Grendel vom SkF Eschweiler, sondern vor allem die beiden Referentinnen Petra Collas, Rechtspflegerin, und Henriette Yazdani, Vereins- und Berufsbetreuerin, standen den Interessierten Rede und Antwort. 1992 ist das Betreuungsgesetz in Kraft getreten und trotzdem gebe es bis heute noch immer falsche Vorstellungen, die ihm anhaften, meinte Collas. „Eine Betreuung ist keine Entrechtung, sondern eine Hilfestellung“, sagte die Rechtspflegerin und fügte hinzu: „Früher wurde in diesem Zusammenhang von Entmündigung gesprochen und das ist auch heute noch oft in den Köpfen der Menschen verankert.“

Jeder bringt eine Geschichte mit

Langeweile kommt selbst für die Profis nicht auf. Denn eine Betreuung kann so verschieden sein, wie die Betreuten selbst. „Jeder Betreute bringt seine eigene Geschichte mit“, meinte Yazdani. Collas und Yazdani beantworteten Fragen rund um die Themen Vermögens- und Gesundheitssorge sowie Wohnungsangelegenheiten.

Dabei entstanden lebhafte Diskussionen und die Teilnehmer profitierten von den Tipps der beiden Expertinnen. Zum Abschluss resümierte Petra Collas: „Eine Betreuung zu übernehmen, ist eine große Aufgabe, die überlegt sein will.“ Wer Interesse an der Übernahme dieses Ehrenamts hat, kann sich jederzeit auf die Hilfe des SkF verlassen. Interessierte können sich an Iris Grendel, Telefon 609180 oder E-Mail i.grendel@skf-eschweiler.de, wenden.

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