Eschweiler - Peter-Paul-Straße erhält neues Gesicht

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Peter-Paul-Straße erhält neues Gesicht

Von: ran
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Im Oktober sollen hier die Bagger anrollen: Die Peter-Paul-Straße wird ein neues Gesicht erhalten. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Ab Oktober sollen die Peter-Paul-Straße zwischen Jülicher und Kolpingstraße sowie die Parkstraße zwischen Dürener-, Peter-Paul- beziehungsweise Gartenstraße ein neues Gesicht erhalten.

Nachdem den Mitgliedern des Planungs-, Umwelt- und Bauausschusses Ende März die derzeitigen Planungen zur Kanal- und Straßensanierung sowie zur Umgestaltung vorgestellt wurden, fand am frühen Dienstagabend eine gut besuchte Bürgerversammlung im Ratssaal statt.

Darin unterrichtete Stefan Büttgen vom zuständigen Ingenieurbüro die Anwohner über den aktuellen Stand der Dinge und begann seine Ausführungen mit der anstehenden Kanalsanierung: „Die Kanäle in der Parkstraße und der westlichen Peter-Paul-Straße sind in einem maroden Zustand und weisen unter anderem durch Betonkorosion und hydraulische Überlastungen komplexe Schadensbilder auf. Eine Sanierung ist nicht mehr möglich, die Erneuerung unumgänglich“, erklärte der Diplom-Ingenieur.

Misch- statt Trennsystem

Weisen die bisherigen Kanäle ein Trennsystem, das heißt getrente Regen- und Schmutzwasserkanäle auf, wird nach der Erneuerung nur noch ein Kanal mit Mischsystem vorhanden sein. „Dabei wird der Kanal in der Parkstraße einen Durchmesser von 300 bis 500 Millimeter, der in der Peter-Paul-Straße einen Durchmesser von 300 bis 400 Millimeter aufweisen“, ließ Stefan Büttgen wissen. Darüber hinaus hätten die Untersuchungen der 148 Hausanschlüsse bisher 32 schadhafte Leitungen ergeben, die ebenfalls zu erneuern seien. „Die veranschlagten Kosten der Kanalerneuerung betragen insgesamt 83.5000 Euro.“

Er ging auch auf die Straßensanierung und -umgestaltung ein. „Der neu zu gestaltende Bereich der Peter-Paul-Straße weist nicht nur bauliche Mängel, sondern auch deutliche funktionale Defizite auf“, begründete Stefan Büttgen die Notwendigkeit der Baumaßnahme. Die generelle Planungsidee laute, den ausreichend vorhandenen Platz in der Peter-Paul-Straße in klar strukturierte Funktionen zu verwandeln. Sie sehe eine Gehwegbreite von 2 bis 2,50 Metern (Minimum 1,50 Meter), eine Fahrbahnbreite von 5,50 Metern sowie eine Parkplatzbreite von mindestens 2,25 Metern vor. Gestalterisch seien für den Gehweg ein Pflaster- und für die Fahrbahn ein Asphaltbelag eingeplant.

Die Fläche vor dem Jugendheim und Städtischen Gymnasium biete großes Potenzial für eine hohe Aufenthaltsqualität. Durch die Verschiebung der Stellplätze für Zweikrafträder sei es möglich, eine Platzfläche als Treffpunkt auch für die Anwohner zu schaffen. Auf der anderen Straßenseite ist vorgesehen, die Trafostation in Richtung ehemalige Stadtmauer zu verlegen. Ebenso sollen durch schräge Parkflächen zwei zusätzliche Stellplätze und vor dem Jugendheim Behindertenparkplätze entstehen.„Ebenso sieht die Planung vor, durch eine neue Beleuchtung den Eingangsbereich des Jugendheims sowie die Fassade der Schule anzustrahlen“, betonte Stefan Büttgen.

Zwei Bäume sollen wegfallen, ihnen stehen 15 Neupflanzungen gegenüber. In der Parkstraße sollen die ein- beziehungsweise beidseitigen Parkmöglichkeiten bei barrierefreiem Ausbau und vier zusätzlichen Stellplätzen beibehalten bleiben. Die voraussichtlichen Baukosten der Straßensanierung werden auf 1,22 Millionen Euro geschätzt.

Anwohner müssen zahlen

Anschließend übernahm Helmut Gühsgen vom Bauverwaltungsamt die Aufgabe, den Anwohnern die zu erwartende Beitragshöhe mitzuteilen. „Laut Kommunalabgabegesetz und Satzung der Stadt Eschweiler sind wir verpflichtet, Beiträge zu erheben“, machte er deutlich. Die Beiträge setzten sich durch beitragspflichtige Kosten und der anrechenbaren Grundstücksfläche zusammen. „Momentan handelt es sich um Schätzwerte, die Erfahrung sagt uns aber, dass die Anwohner der Peter-Paul-Straße mit Kosten von sieben bis neun Euro pro Quadratmeter, die der Parkstraße mit Kosten von acht bis elf Euro pro Quadratmeter rechnen müssen.“ Die Abrechnung der Beiträge sei frühestens Ende 2016 zu erwarten. Auf die Anwohner, deren Hausanschlüsse erneuert werden müssten, kämen weitere Kosten von 450 bis 500 Euro pro laufendem Meter zu.

Abschließend stellte der Technische Beigeordnete Hermann Gödde den Zeitplan der Baumaßnahme vor. „Bis Ostern haben sie die Gelegenheit, uns ihre Anregungen mitzuteilen“, so Hermann Gödde. Am 22. Mai wird der Planungs-, Umwelt- und Bauausschuss diskutieren. Der neue Rat wird dannentscheiden. Der Baubeginn ist für Oktober vorgesehen, Ende soll im September des nächsten Jahres sein.

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