Eschweiler/Stolberg - Perspektiven und Chancen im Arbeitsleben

Perspektiven und Chancen im Arbeitsleben

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Auszubildende der Firma Dalli an der Seifenpresse: Jassine Aikar, Daniel Rock (nicht in hellblau, weil er bei Aurubis ist) Kenny Hoven, Philipp Müller, Felix Bündgen, Florian Thelen und Ausbilder Jörg Derichs.

Eschweiler/Stolberg. Sich vorzeitig zu orientieren, über verschiedene Möglichkeiten zu informieren und im persönlichen Gespräch Kontakte zu unterschiedlichen Betrieben zu knüpfen – alle diese Möglichkeiten bietet die Ausbildungsbörse der Stadt Eschweiler und der Stadt Stolberg.

Mit Messecharakter erstrecken sich über drei Etagen des Berufskollegs Stolberg die 38 Stände von Firmen, Betrieben und Institutionen, die im direkten Kontakt mit Schülern über unterschiedlichste Berufe informieren und beraten.

Berufliche Bildung

„Es ist wichtig, dass es eine Börse vor Ort im Berufskolleg gibt, schließlich findet auch hier die berufliche Bildung statt,“ sagt Ingrid Wagner, Schulleiterin des Berufskollegs Simmerath/Stolberg. Bei der Eröffnung durfte sie auch die Bürgermeister beider Städte, Ferdinand Gatzweiler (Stolberg) und Rudi Bertram (Eschweiler), begrüßen. Immer abwechselnd findet die Böse in einer der beiden Berufsschulen statt, um Perspektiven und Chancen in Weiterbildung und Ausbildung zu präsentieren.

Ein Boom ist im Sozial- und Gesundheitswesen festzustellen. „Es gibt einen großen Bedarf an Erziehern,“ berichtet Wagner. Diese Ausbildung findet zum größten Teil in der Schule statt, die praktische Erfahrung wird während regelmäßigen Praktika in verschiedene Einrichtungen gesammelt.

Selbst mit anpacken

Nicht nur in Flyern lesen die Besucher der Börse, sie dürfen an vielen Ständen auch selbst mit anpacken. Das Gesundheitsamt bietet einen Sehtest an, ein Bäcker fordert auf, sich seine Zukunft „ zu backen“ und bietet die Verkostung von Plätzchen an und bei der Firma Dalli darf man sich eine Seife in Form eines Fisches selber pressen.

An der Seifenpresse kommen die Schüler ins Gespräch mit den jungen Menschen, die bereits eine Ausbildung in kaufmännischen Bereichen, der Industriemechatronik, Elektronik und Betriebstechnik machen. Gekleidet in hellblaue T-Shirts und mit Namensschilden versehen, sind sie direkte Ansprechpartner und berichten über ihre Erfahrungen im Betrieb, der Lehrwerkstatt und im Berufskolleg Eschweiler. „Das Gute an der Börse ist, dass wir direkte Antworten auf viele noch offene Fragen der Interessierten geben können,“ weiß Bettina Vorwerk, Ausbilderin Industriekaufmann/-frau. Ihr Kollege Jörg Derichs kann dem zu stimmen: „Die Leute wollen angesprochen werden und hier haben wir die Möglichkeit Reklame für unsere Ausbildungsplätze zu machen.“

Manche Schüler haben noch keine Ausbildungsstelle für diesen Sommer und nur wenige Betriebe haben noch Plätze offen. Die meisten kündigen schon die nächste Bewerbungsfrist für 2014 an.

Angebot des dualen Studiums

Bei vielen Ausbildungsbetrieben besteht auch das Angebot eines dualen Studiums, das bei Abiturienten auf großes Interesse stößt.

Der 17-Jährige Stolberger Arnold Mauritz informiert sich gemeinsam mit seinem Klassenkameraden Stefan Lenz über eine Berufsausbildung bei Saint-Gobain. „Ich mache grade meinen Realschulabschluss hier am Berufskolleg. Die Glasverarbeitung interessiert mich, und es macht Spaß,“ erzählt der Schüler, während er eine Glaspyramide unter einer lila-leuchtenden UV-Lampe klebt.

Ein Schwerpunkt des Berufskollegs sind die Möglichkeiten, die es als „Europaschule“ anbieten kann. Viele Jugendliche reizt die Vorstellung, eine Zeit lang in einem ausländischen Betrieb in einem europäischen Land zu arbeiten, um einen anderen Blickwinkel auf den späteren Beruf zu erlangen.

Die Chancen und Möglichkeiten auf der Suche nach dem richtigen Start in den Beruf sind vielfältig. Die Ausbildungsbörse unterstützt die Schulabgänger bei ihrer beruflichen Orientierung, gibt Antworten auf ungeklärte Fragen und lädt ein, in direkten Kontakt mit möglichen Ausbildern zu treten. So hat der ein oder andere wertvolle Kontakte zu möglichen Ausbildern geknüpft und ist seiner zukünftigen beruflichen Tätigkeit ein Stück nähergekommen.

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