Ole Lenzen überzeugt Jury und begeistert Lehrerin

Von: Daniel Gerhards
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Fleißig und ehrgeizig: Ole Lenzen überzeugt beim Klavierwettbewerb genauso wie beim Üben mit Lehrerin Elena Milhaus. Foto: Daniel Gerhards

Eschweiler. Als Ole Lenzen auf die Bühne musste, war er ganz schön nervös. „Meine Beine haben sogar gezittert“, sagt der Neunjährige. Aber dann habe – trotz der Aufregung – doch alles gut funktioniert, erzählt er.

Am Klavier hat er fünf Stücke vorgespielt. Und das gefiel der Jury beim Auswahlspiel des Deutschen Tonkünstlerverbands richtig gut. Ole Lenzen bekam 21 von 25 möglichen Punkten. Ganz perfekt war sein Auftritt also nicht, aber doch richtig gut. „Bei einem Stück hat die Lautstärke nicht ganz gestimmt. Ich war ein bisschen zu laut“, sagt er. Aber das sei kein großes Problem gewesen.

Ein toller Erfolg also. Gerade weil Ole Lenzen erst seit etwa zweieinhalb Jahren Klavier spielt. Eines Abends hat er sich an das Klavier von Vater Christof und Mutter Isa Lenzen gesetzt. „Ich habe dann mal probiert alle meine Entchen zu spielen. Zuerst hat das nicht geklappt“, sagt Ole Lenzen. Spaß hatte er an dem Instrument trotzdem. Denn: „Dann wollte ich Klavier spielen lernen.“

Nach der musikalischen Früherziehung fing der Klavierunterricht an. Dabei fliegt ihm zwar nicht alles zu, aber mit Fleiß lernt er auch anspruchsvolle Stücke. „Wenn ich ein Stück zum ersten Mal spiele, fällt es mir meistens nicht so leicht. Aber wenn ich es öfter übe, klappt es ganz gut“, sagt er.

Über so viel Eifer freut sich seine Lehrerin Elena Milhaus von der Musikschule Eschweiler: „Ole ist ein toller Schüler. Er ist sehr musikalisch – und ehrgeizig. Er kann gut vom Notenblatt ablesen und lernt gerne neue Stücke“, sagt sie. Auch Werke, bei denen andere Schüler die Flinte ins Korn werfen, machen ihm Freude: „Er versucht auch die schweren Stücke hinzubekommen. Und wenn er mal einen Fehler macht, dann korrigiert er ihn sofort“, sagt die Lehrerin. Er wagt sich also auch an klassische Klaviermusik heran, sein Lieblingsstück sei aber trotzdem „Fluch der Karibik“.

Deshalb war für Elena Milhaus auch klar, dass sie mit Ole Lenzen zu dem Wettbewerb des Deutschen Tonkünstlerverbands möchte. „Ich habe davon gehört und mir gedacht, mit diesem Schüler kann ich es probieren“, sagt sie.

Zur Vorbereitung auf den Auftritt vor der Jury in Düren hatte Ole Lenzen dann noch einen Klavier-Workshop in Frechen. Dabei gab es noch ein paar Tipps von erfahrenen Musikern. Denn beim Auswahlspiel sind die Anforderungen an die Nachwuchsmusiker hoch. Man darf nicht einfach das spielen, was einem gerade ins Zeug passt. Es müssen Stücke aus drei verschiedenen Epochen gezeigt werden – also zum Beispiel aus Romantik, Barock und Moderne.

Wegen seiner guten Leistung beim Wettbewerb darf Ole Lenzen im Januar in der Domsingschule in Aachen auftreten. Seine Lehrerin Elena Milhaus findet das sehr sinnvoll: „Es ist gut, viele Konzerte zu spielen. Man muss auch lernen vor einem Publikum aufzutreten.“

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