Öffentliche Gebäude für 305 Millionen Euro versichert

Von: chh/rpm
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Eschweiler. Der Brand des Bau–chemer Sportzentrums in Geilenkirchen hat gezeigt, wie schnell ein öffentliches Gebäude zu Schutt und Asche werden kann. Hallenbad, Sauna und das angrenzende Restaurant sind komplett zerstört. Der Schaden liegt Schätzungen zufolge bei über fünf Millionen Euro. Voraussichtlich erst im Jahr 2016 werden die Menschen in Geilenkirchen wieder ein eigenes Schwimmbad haben.

Doch was würde in der Stadt Eschweiler nach dem Brand eines öffentlichen Gebäudes passieren? Wie hat die Indestadt versicherungstechnisch vorgesorgt? „Wir haben unsere Versicherungsleistung vor einigen Jahren europaweit ausgeschrieben und sind nun bei einem großen deutschen Versicherungsdienstleister versichert“, sagt der Leiter des Amtes für Bauverwaltung und Gebäudemanagement, Helmut Gühsgen.

80 öffentliche Objekte hat die Stadt Eschweiler versichert. Die Gebäudeversicherung umfasst ein Versicherungsvolumen von 285 Millionen Euro, für die Versicherung des Inhalts – hinzu kommt meist noch eine Diebstahl- und Einbruchsversicherung – kommen noch einmal 20 Millionen Euro hinzu.

420 000 Euro muss die Kommune dafür pro Jahr aufbringen. „Im Falle eines Brandes oder einer Naturkatastrophe sind wir rundum abgesichert“, sagt Gühsgen.

Und auch einem zügigen Wiederaufbau sollte zumindest aus finanzieller Sicht nichts im Wege stehen. Denn die Gebäude sind – wie in Geilenkirchen auch – zum Neuwert mit Summenanpassung versichert. Das bedeutet, dass im Schadensfall nicht nur der Zeitwert ersetzt wird. Stattdessen wird berechnet, was der Neubau eines vergleichbaren Gebäudes unter Berücksichtigung der aktuellen Material- und Dienstleistungskosten kosten würde.

Zu Problemen könnte es im Schadensfall dennoch kommen: weil der Neubau eines „abgängigen“ Gebäudes aufgrund höherer Ansprüche und Vorgaben – z.B. in punkto Brandschutzmaßnahmen – in der Regel teurer wird als die Versicherungssumme hergibt. Und weil die Kommunalaufsicht bei Kommunen mit Haushaltssicherungskonzept oder Nothaushalt dann fordern könnte, die Versicherungssumme zur allgeneinen Deckung des maroden Haushalts einzusetzen.

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