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Neuling Rhenania Richterich stellt Germania im Finale ein Bein

Von: vr
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Finalgegner: Germania Dürwiß (links) zog im Finale gegen Rhenania Richterich den Kürzeren. Foto: Volker Rüttgers

Eschweiler. Stadtmeistertitel, Tabellendritter in der Mittelrheinliga - für den FC Germania Dürwiß und seine 1. Mannschaft war das Jahr 2009 ein überaus erfolgreiches, aber es blieb noch Platz in der Vereinsheim-Vitrine für den letzten der auszuspielenden Pokale des vergangenen Jahres: den Raiffeisen-Cup.

Dass die Dürwisser Ausrichter waren und die 2. Mannschaft der Germania zwei Tage zuvor bereits den Fuchs-Cup geholt hatten, sollte in den Augen von Trainer Michael Burlet genügend Motivation sein, zumindest bis zum Finaleinzug am späten Mittwochabend. Und dann kam mit Rhenania Richterich die Überraschung des gesamten Turniers, die schließlich den großen Favoriten mit 2:1 schlug.

Zunächst jedoch galt es für Fortuna Weisweiler, Rhenania Lohn, die Sportfreunde Hehlrath, SG Stolberg, den SV Nothberg, die SG Eschweiler, GW Mausbach und Falke Bergrath, sich in der Vorrunde am Dienstag in der Sporthalle des Berufskollegs für den zweiten Turniertag um den 16. Raiffeisen-Cup zu qualifizieren.

15:6 Tore beim Tabellenersten der Gruppe A, SG Stolberg, und 11:3 Tore beim Gruppe B-Spitzenreiter SV Nothberg sprachen eine deutliche Sprache zum Abschluss der Vorrunde, so dass die beiden Teams sich am Mittwoch in der Endrunde den namhaften Gegnern Rhenania Eschweiler, Rhenania Richterich und Germania Dürwiß sowie Jugendsport Wenau, dem VfR Linden-Neusen und dem SV Rott stellen konnten.

Titelverteidiger Wenau

Auch wenn Jugendsport Wenau als Titelverteidiger ins Turnier ging, hieß der große Favorit Germania Dürwiß, hatten die Roten doch Heimspiel und sammeln im Moment Titel und Punkte wie andere Vereine Erfahrung.

Folgerichtig zogen die Turniergastgeber mit allerdings nur einem Sieg gegen Rhenania Eschweiler (5:0) und zwei Remis ins Halbfinale ein, wo es galt, den Wenauern den Wanderpokal wieder abzujagen. Sven Nowak, Daniel Koppelmann, Stephan Krautzberger und Dominik Russek ließen mit ihren Toren keine Zweifel an der Überlegenheit des Mittelrheinligisten aufkommen, Jack Schweitzer gönnte mit seiner Rettungstat auf der Linie in der letzten Minute Wenau noch nicht einmal den Ehrentreffer.

Wesentlich bedächtiger gingen im zweiten Halbfinale die Kicker von Rhenania Richterich zu Werke, was vor allem daran lag, dass der Premierengast des Raiffeisen-Cups mit gerade einem sechs Mann starken Kader in Eschweiler spielten und dementsprechend Kräfte geschont wurden.

„Ball sichern” hieß die Devise der Aachener und der SV Rott fand kein Mittel, den beachtlichen Abwehrriegel trotz schnellen Hallenfußballs zu knacken. Als alle Zuschauer auf den voll besetzten Rängen schon mit einer Entscheidung im Neunmeterschießen rechneten, schlug Falco Schmidt mit einem sehenswerten Schlenzer ins Toreck links oben eiskalt zu, gefolgt von zwei Toren seiner Mannschaftskollegen Tim Bechmann und Dirk Hermanns - und das alles innerhalb von drei Minuten. Klar, dass Lukas Prümms Anschlusstreffer zum 1:3 aus Sicht des SV Rott nur noch Ergebniskosmetik bedeutete und somit war die erste Überraschung des Turniers mit dem Dürwisser Finalgegner aus Richterich perfekt.

Nachdem sich Jugendsport Wenau zur Titelverteidiger-Ehrenrettung den 3. Rang überzeugend mit 4:0 gesichert hatte, folgte das Spiel des Turniers: Wie bereits in den erfolgreichen Begegnungen zuvor, darunter auch ein 0:0 im Gruppenspiel gegen Germania Dürwiß, spielte Rhenania Richterich extrem defensiv abwartend und lockte damit den haushohen Favoriten aus der Reserve. Ein blitzschneller Pass nach vorne und Timo Bechmann netzte in der 5. Minute völlig überraschend und den Spielverlauf auf den Kopf stellend zum 1:0 für Richterich ein.

Hektische Schlussphase

Als dieser Bechmann dann auch noch auf 2:0 erhöhte, wurde Michael Burlet auf der Germanen-Bank zusehends unruhiger. Nicht nur er, auch das Spiel gestaltete sich hektischer, zogen die Dürwisser nun doch das Tempo im Minutentakt an. Es reichte noch für den 1:2-Anschluss durch Sven Baumann, doch zum Schluss konnten die völlig erschöpften Richtericher den Raiffeisen-Cup zum ersten Mal in die Höhe halten und wenigstens noch soviel jubeln, wie es die schwindenden körperlichen Kräfte zuließen.

„Der beste Raiffeisen-Cup, den ich bisher erlebt habe”, freute sich auch Johannes Gastreich, der Vorstand des Turniersponsors Raiffeisen-Bank Eschweiler. Über 1500 Besucher, mit Rhenania Richterich ein begeisternder Turnierneuling, packende Spiele und nicht zuletzt Eschweilers 2. Bürgermeisterin Helen Weidenhaupt als Schirmherrin, die an allen drei Tagen während des Fuchs-Cups und Raiffeisen-Cups auf der Tribüne die Daumen drückte waren Garanten für einen gelungenen Abschluss des Fußballjahres 2009 und Auftakt zum Budenzauber, der mit der Hallenfußball-Stadtmeisterschaft weitergeht.

Dank der bewährten Turnierleitung in Händen von Matthias Hanf und Tim Schmitz war das Hallenfußballturnier um den Raiffeisen-Cup auch im 16. Jahr in Folge ein Erfolg.
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