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Neujahrsempfang im Hospital: Moraltheologin warnt vor Leistungsschmälerung

Von: Irmgard Röhseler
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Freuten sich über ein volles Haus beim Neujahrsempfang im St.-Antonisu-Hospital: Kuratoriumsvorsitzender Dr. Andreas Frick, Festrednerin Dr. Dewi Maria Suharjanto aus Frankfurt, Geschäftsführender Vorstand Elmar Wagenbach und Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Gynäkologie Professor Dr. Christian Karl. Foto: Röhseler

Eschweiler. „Dass dieses Jahr 2009 ein Jahr mit vielen guten Begegnungen und mit einem guten Miteinander wird, ist unser Wunsch”, begrüßte Dr. Andreas Frick, Kuratoriumsvorsitzender des Krankenhauses und Pfarrer der katholischen Kirchengemeinde St. Peter und Paul, die vielen Gäste beim traditionellen Neujahrsempfang des St.-Antonius-Hospitals.

„Im Laufe des Lebens- und Geschäftsjahres wurde im St.-Antonius-Hospital viel geschafft, viel musste aber auch angepackt werden, weil wir sonst heute viel weniger zu lachen hätten”, führte der Pfarrer weiter aus und bedankte sich dabei insbesondere bei Elmar Wagenbach, dem Geschäftsführenden Vorstand, und bei der Betriebsleitung des Krankenhauses. „Wie sind wirklich geordnet in das neue Geschäftsjahr eingezogen!”

Eine Aussage, die Elmar Wagenbach, Geschäftsführender Vorstand des St.-Antonius-Hospitals nur bestätigen konnte: „2008 war ein Rekordjahr. Mit 17.190 stationären und mehr als 40.000 ambulanten Patienten und rund 7500 Dialysen wurden im St.-Antonius-Hospital so viele Menschen behandelt wie noch nie!” Und: Neben weiteren erfolgreichen Erweiterungs- und Sanierungsmaßnahmen wurden auch neue Operationstechniken eingeführt. So implantierte die Klinik für Unfallchirurgie beispielsweise die erste Knieprothese. Neben der Neubesetzung der Chefarztposition in der Hämatologie und Onkologie erlebte die Klinik eine neue Schwerpunktbildung. Die Zahl der Patienten mit akuter Leukämie hat sich im vergangenen Jahr verdoppelt und die Leistung um über 43 Prozent erhöht.

Abschließend ging Wagenbach auf die Gesundheitspolitik ein: „Die Kürzungen gehen zu Lasten unserer Mitarbeiter und damit auch zu Lasten unserer Patienten. Vielleicht hat Dr. Frick die Aktualität des heutigen Festvortrages ja schon erahnt, als er mit Frau Dr. Dewi Maria Suharjanto das Thema „Wo liegt die Zukunft der heutigen klinischen Medizin - Über Leistungsaufteilung, Patientenkontakt und Familienfreundlichkeit als Schlüssel beruflicher Zufriedenheit” abstimmte.

In ihrem Vortrag appellierte die Moraltheologin und Studienleiterin für Naturwissenschaft-Ethik-Medizin am Akademischen Zentrum Rabanus Maurus in Frankfurt, daran, auch bei allem Leistungsdruck pfleglich miteinander umzugehen. „Wenn wir Mitarbeitern nicht die Möglichkeit geben, sich Wissen und Position anzueignen, wird das langfristig der Qualität des Hauses schaden. Wer nichts gilt, wird auch mit anderen nicht pfleglich umgehen.

Wer nichts hat, kann nicht barmherzig sein, wer nichts vermag, kann sein Können auch nicht zur Verfügung stellen.” Auch das Arzt-Patienten-Verhältnis stehe unter einem hohen Anspruch: „Ärzte müssen sich der Tatsache stellen, dass ihr Wort bei jedem Patienten mehr bewirken (und anrichten!) kann als jede formelle Medizin.” Ihren rund 30-minütigen Vortrag schloss sie mit den Worten: „Ein befriedigendes Arbeitsleben kann nur erreicht werden, indem man die eigene Professionalität und sittliche Pflicht aus- und Ängste abbaut.”

„Ihr Vortrag hat mich sehr beeindruckt”, bedankte sich Professor Dr. Christian Karl, Ärztlicher Direktor des Hospitals, bei Dr. Dewi Maria Suharjanto. „Ein wertvoller Vortrag, der uns sicherlich ins Jahr begleiten wird.”
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