Neuer Kindergarten bereitet der FDP Kopfschmerzen

Von: ran
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Eschweiler. Ein neuer Kindergarten soll bis August 2013 auf dem Gelände des Indestadions an der Franz-Rüth-Straße entstehen. Während der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am Dienstag stellte nun Architekt Christoph Roth vom Technischen Gebäudemanagement der Stadt den Stand der Planungen vor:

„Das eingeschossige Gebäude ist für die Betreuung von fünf Kindergartengruppen, zwei davon integrativ, vorgesehen. In allen Gruppen soll die Betreuung von Kindern unter drei Jahren möglich sein”, nannte Christoph Roth Eckdaten.

Darüber hinaus soll der zukünftige Kindergarten zum Familienzentrum ausgebaut werden. „Die allgemein zugänglichen Bereiche werden behindertengerecht ausgearbeitet”, machte der Referent deutlich. „Architektonische Qualität” soll unter anderem durch einen für die Kinder zugänglichen Innenhof, „durch den sich die Kinder mit ihrem Kindergarten identifizieren werden können”, erreicht werden.

„Der Bau des Kindergartens stellt das Startsignal für die Aufwertung und Vermarktung des restlichen Areals des jetzigen Indestadions dar”, betonte der Architekt. Nachdem die Planungen bereits Ende Januar im Planungs-, Umwelt- und Bauausschuss vorgestellt wurden, soll nun kurzfristig der Bauantrag gestellt werden. Der Baubeginn ist für die Mitte des Jahres v orgesehen. „Wir gehen davon aus, den Plan, die Baumaßnahme bis zum 1. August 2013 bezugsfertig zu übergeben, einhalten zu können”, blickte Christoph Roth nach vorne.

2,95 Millionen Euro

Die Kosten für den Bau des Kindergartens werden mit 2,95 Millionen Euro veranschlagt. Dies bereitet den Ratsmitgliedern der FDP Kopfschmerzen. „Grundsätzlich stehen wir dem Bau eines Kindergartens in der Franz-Rüth-Straße positiv gegenüber”, versicherte Konstantin Theuer. Die nun vorgelegte Variante sei aber bei der Haushaltslage der Stadt zu kostspielig. „Es wird dennoch kein Alternativvorschlag unterbreitet, obwohl die Finanzierung auf wackligen Beinen steht”, kritisierte der Liberale.

Dem widersprach Kämmerer Manfred Knollmann entschieden: „Das Vorhaben, die Maßnahme aus dem städtischen Haushalt herauszunehmen und die Finanzierung über die Strukturfördergesellschaft laufen zu lassen, ist mit der Kommunalaufsicht abgesprochen und zulässig. Außerdem kann es nicht sein, dass man uns auf der einen Seite abverlangt, die Quote an Plätzen für die U3-Betreuung zu erfüllen, auf der anderen Seite dies aber für nicht finanzierbar erklärt.”

Maria Mund (CDU) fragte nach, warum die zunächst vorgesehene Zahl von vier Gruppen nun auf fünf erhöht worden sei? „Es ist richtig, dass der neue Kindergarten ursprünglich für vier Gruppen vorgesehen war”, räumte Jugendamtsleiterin Gabi Brettnacher ein. „Wir haben uns aber dafür entschieden, uns die Option auf eine fünfte Gruppe offen zu halten, da im Moment noch nicht abzusehen ist, wie hoch der Bedarf an Tagespflege sein wird”, erklärte sie.
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