Neue Jugendabteilung im Tischtennis initiiert

Von: Alexander Barth
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Hartes Training und Spaß dabei: Mit Trainer Marc Preuss (rotes Trikot) bereitet sich der Tischtennis-Nachwuchs aus Dürwiß und Eschweiler auf seine erste Saison vor. Foto: Alexander Barth

Eschweiler-Dürwiß. „Es ist ruhig geworden. Und zwar völlig ruhig.“ Die beiden Altvorderen denken mit Unbehagen an die vergangenen Jahre zurück, in denen ihr Verein de facto keine Jugendabteilung hatte. Ihr Verein, das ist der DJK SV Eschweiler/Dürwiß. Doch jetzt ist alles anders.

Jetzt beobachten sie mit Stolz, dass Nachwuchs da ist. Seit einem Jahr beackern wieder Kinder und Jugendliche die Tischtennisplatten im Namen des 1947 gegründeten Clubs. In der Halle an der Nagelschmiedstraße haben sie eine sportliche Heimat gefunden.

Aus dem Dornröschenschlaf

Vor etwa einem Jahr holten sie beim SV den Jugendsport aus dem Dornröschenschlaf. Daran hat ein junger Mann nicht unwesentlich Anteil, der selbst noch unter dem lehrenden Einfluss von Übungsleitern, Trainern und Betreuern steht, allerdings etliche Klassen weiter oben. Marc Preuss ist 19 Jahre alt und gehört zum Bundesliga-Kader des TTC Indeland Jülich. In Dürwiß will er seinem Sport, speziell den jungen Spielern, etwas zurückgeben. „Ich hatte immer gute Trainer, die mir den richtigen Weg gezeigt haben“, zeigt sich der 19-Jährige dankbar.

So wurde er Jugendtrainer und übernahm eine Abteilung, die zuvor über Jahre gar nicht existiert hatte. „Das war natürlich riskant“, blickt Preuss zurück, „aber heute kann ich sagen: Das Experiment war erfolgreich.“ Praktisch aus dem Nichts ist eine Jugendtruppe entstanden, zu der heute 24 Jungen im Alter zwischen 10 und 16 Jahren gehören. „Wir haben hier richtig was geschafft in Dürwiß“, sagt ihr junger Trainer.

Aus einem bunt zusammengewürfelten Haufen aus verschiedenen Nationalitäten hat Marc Preuss so etwas wie eine homogene Gruppe geformt. Von Anfang an oben auf der Agenda: Teamgeist und die nötige Disziplin. „Diese Dinge müssen einfach stimmen“, sagt Marc Preuss. Am Anfang sei es nicht immer leicht gewesen, die unterschiedlichen Charaktere zu bändigen. „Wenn man nicht seine Linie durchzieht, tanzen sie einem auf der Nase herum“, sagt der Coach und lächelt. „Mittlerweile läuft das völlig reibungslos.“ Die jungen Spieler wärmen sich selbstständig auf, machen Dehnübungen, ehe es dann an die Platte geht. Trotz Hitze sind auch an diesem Juli-Nachmittag zehn Jungen zum Training gekommen.

Quatsch machen ist nicht

Einer von ihnen ist Florian Plum. Mit 16 Jahren gehört er bei der SV-Jugend zu den Ältesten an der Platte. Nach gesammelter Kampfsporterfahrung beim Tae Kwon Do hat er sich dem kleinen weißen Ball verschrieben. „Die Geschwindigkeit des Spiels gefällt mir. Jedes Match ist anders, es ist immer aufs neue spannend“, so fasst der groß gewachsene Florian seine Gedanken zum Tischtennis.

Auf seinen Trainer lässt der 16-Jährige nichts kommen. „Er macht das toll. Marc gehört ja irgendwie auch noch zu unserer Altersgruppe, da versteht man sich. Andererseits greift er auch hart durch, wenn jemand Quatsch macht oder zu spät zum Training kommt.“ Ausschluss lautet in etwa die Maximalstrafe, Liegestütze sind eine der milderen Maßnahmen. „Aber das ist okay so“, findet Florian, „man muss sich eben auch an Regeln halten, wenn man weiterkommen will.“ Dies Worte dürften seinem Trainer sicherlich gefallen.

In der kommenden Woche wird es dann erstmals ernst für die neue Jugend-Truppe des SV Eschweiler/Dürwiß: Die interne Vereinsmeisterschaft steht an, und danach ist der Psychologe Marc Preuss gefragt: „Ich muss auswählen, wer einen Platz in einer der beiden Mannschaften bekommt, die wir zum Spielbetrieb gemeldet haben. Ich bereite die Jungs schonend darauf vor, damit sich niemand ausgeschlossen fühlt.“ Er ist sicher, dass es den Teamgeist gibt in Dürwiß.

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