Eschweiler - Nein zu Bergrath, Jein zu Hastenrath

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Nein zu Bergrath, Jein zu Hastenrath

Von: Tobias Röber
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Die Hastenrather Preußen habe
Die Hastenrather Preußen haben genug von Asche und großen Pfützen. Der Verein hat bei der Stadt Unterstützung für den Bau eines Kunstrasenplatzes beantragt. Foto: Tobias Röber

Eschweiler. Das Kleinspielfeld in Bergrath ist erstmal vom Tisch, über den Kunstrasenplatz in Hastenrath muss noch gesprochen werden. So sehen es zumindest die Mitglieder des Sportausschusses. Am Dienstagabend wurde über diese beiden Themen diskutiert.

Im Mai dieses Jahres hatte der FC Preußen Hastenrath die Errichtung eines Kunstrasenspielfeldes beantragt. Kosten würde dieser etwa 385.000 Euro. Das Konzept des Vereins fußt auf drei Säulen und sieht folgende Vorgehensweise vor: Die erste Säule aus 150.000 Euro besteht aus 45.000 Euro Eigenkapital, 65.000 Euro Kreditaufnahme bei der NRW Bank und 40.000 Euro aus Eigenleistungen. Dazu sollen insbesondere Materialkosten und Pflasterarbeiten zählen. Eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge sowie die Reaktivierung des Fördervereins sollen helfen, das Projekt finanziell zu stemmen.

Die zweite Säule enthält den für die Platzsanierung bei der Stadt ohnehin vorgesehenen Betrag von 100.000 Euro. Für diesen Betrag müsste der Ascheplatz ohnehin in Kürze saniert werden. Die bis dato letzte Sanierung war im Jahr 2001.

Die dritte Säule in Höhe von 135.000 Euro soll als Zuschuss von der Stadt zur Verfügung gestellt werden. Zur Refinanzierung will der Verein auf die monatlichen Zuschüsse zur Pflege und Unterhaltung von Sportanlagen verzichten. 4080 Euro betrage das Sparpotenzial jährlich.

Im Antrag der Preußen heißt es, dass „der Bau eines Kunstrasensportplatzes der wichtigste Baustein für eine erfolgreiche Zukunft des Vereins ist”.

Die Sportausschussmitglieder waren sich einig, dass über den Antrag des FC Preußen Hastenrath erneut beraten werden muss.

Anders wird die Lage in Bergrath bewertet. Der Verein hat einen Antrag auf Bewilligung eines Zuschusses in Höhe von 50.000 Euro für den Bau eines Kleinspielfeldes mit Kunstrasenbelag und einen Antrag auf Übernahme einer Ausfallbürgschaft für ein Bankdarlehen in Höhe von 25.000 Euro gestellt. Das Darlehen benötigt der Verein zur Finanzierung des Projekts. Insgesamt soll das 25 mal 50 Meter große Spielfeld (Nettospielfläche) rund 105.000 Euro kosten. Grund ist die enorm gestiegen Mitgliederzahl des Vereins, der an den Kapazitätsgrenzen angekommen ist. „Wir können schon jetzt keine akzeptablen Trainingsbedingungen für die A- und B-Junioren/innen und Seniorenmannschaften anbieten”, heißt es im Antrag.

„Das können wir uns an dieser Stelle nicht leisten”, sagte Oliver Liebchen (SPD). Falke Bergrath habe in der Vergangenheit berechtigt Unterstützung bekommen, etwa für den Kunstrasenplatz und das Vereinsheim. Für den Kunstrasenplatz erhielten die Falken einen Zuschuss in Höhe von 130.000 Euro, zusätzlich wurde eine Ausfallbürgschaft in Höhe von 50.000 Euro gestellt. Für die Erweiterung und Sanierung des Sportheims überwies man dem Verein weitere 188.000 Euro, davon 144.000 Euro aus dem Konjunkturpaket II.

„Danke für diese Marschrichtung”, kommentierte Volker Willms (FDP). Die Weichen in Bergrath seien gelegt. Zudem habe er immer mehr Probleme damit, gegenüber Leuten zu argumentieren, die keinen Draht zum Fußball haben. Er schlug vor, eine Prioritätenlisten für die kommenden Jahre zu erstellen.

„Luxus” von 13 Anlagen

Ottmar Krauthausen, SPD-Ratsherr und Vorsitzender des Sportausschusses, sagte zu den Anträgen der beiden Vereine: „Wir erlauben uns den Luxus, 13 Sportanlagen zu unterhalten.” Mit dem Bau des ersten Kunstrasenplatzes seien Begehrlichkeiten geweckt worden. Dr. Christoph Herzog, CDU-Ratsherr und Vorsitzender des Stadtsportverbandes, ging noch einen Schritt weiter: „Irgendwann wird sich die Frage stellen, ob Vereine Anlagen nicht gemeinsam nutzen können.” Zudem schlug er einen Sportstättenentwicklungsplan vor, wie es ihn in anderen Städten bereits gebe.
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