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Nanny mit Gespür für Pluto & Co.

Von: sh
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Kindergarten für Hunde: Zusammen mit Ralph Brandt bietet Andreas Ohligschläger (Bild) das außergewöhnliche Angebot an. Foto: Stefan Herrmann

Eschweiler. Pluto liegt gemütlich auf einem Sessel, lauscht den neuesten Hits aus dem Radio und genießt den Vormittag bei angenehmen 20 Grad. Es ist Plutos Lieblingsplatz. Wehe dem, der sich ungefragt an diesem lauschigen Örtchen breitmacht. Denn hier entspannt Pluto, während draußen der Bär tobt.

Genauer gesagt: der Hund. Denn Pluto ist ein Jack-Russel-Mischling und zufriedener Besucher der Eschweiler Huta - der ersten Hundetagesstätte in der Region.

Andreas Ohligschläger kam auf die Idee des Kindergartens für den Vierbeiner. Der Hundeerziehungsberater hatte zuvor vier Jahre lang „Dog-Walking” unterrichtet. Das heißt soviel wie professionelles Gassi-Gehen. Vor eineinhalb Jahren eröffnete er dann die Huta. Seit Herbst 2008 ist der Tierpsychologe Ralph Brandt mit im Boot.

„Ich bin strikt gegen Zwingerhaltung”, zeigt Andreas Ohligschläger auf das über 5000 Quadratmeter große Gelände. Die große Spielwiese. Kaum ausgesprochen, kommen sie schon angesprintet. Ob klein, ob groß - die Hundeschar ist wild durcheinander gewürfelt. Alt und Jung toben hier miteinander. „Aber stets unter Aufsicht. Länger als fünf Minuten sind die Hunde nicht allein”, legen Ohligschläger und Brandt viel Wert darauf, dass es sich nicht um eine reine Aufbewahrungstätte für Hunde handelt.

Vieles erinnert an einen (Menschen-)Kindergarten. Am Eingang hat jeder Hund seinen Haken, an der die Leine und eventuell eine kleine Tasche aufgehängt wird. Über jedem Haken klebt noch das Bild eines jeden Hundes - gerne auch mit Zunge raus.

Um halb elf klingelt es dann wieder am Tor und Ulrike Mertzbach bringt ihre Maxi vorbei. Der 14 Monate alte Golden Retriever wedelt aufgeregt mit dem Schwanz und kann es kaum erwarten, mit seinen Hundefreunden über die große Wiese zu jagen.

„Ich bin dann abgemeldet, wenn sie spielen geht”, freut sich die Halterin. Bereits einen Schritt weiter ist Rubi. Die Mischlingshündin von Mareike Düttmann kennt sich schon so gut aus, dass sie flugs mit der Pfote das kleine Gartentörchen öffnet und auf die zurzeit recht matschige Fläche stürmt.

Und so füllt sich die Hundetagesstätte immer weiter. Einige kommen fast täglich, andere nur sporadisch, wenn weder Frauchen noch Herrchen Zeit haben. „Berufstätig sein und einen Hund besitzen? Und das ohne ein schlechtes Gewissen zu haben?” fragen Brandt und Ohligschläger in ihrer Werbebroschüre, um gleich darauf die Antwort zu geben. „Im Moment läuft alles nach Plan”, freut sich der aus Köln stammende Ralph Brandt. Bis zu 20 Hunde kommen jeden Tag in die Huta.

Gegen 18 Uhr verlassen die letzten Vierbeiner das Gelände. Spätestens dann, wenn Herrchen von der Arbeit kommt, muss auch Pluto seinen warmen Platz im großen Sessel des Hundehauses verlassen. Doch seine Huta-Freunde wissen Bescheid: dieser Platz ist reserviert. Für Pluto.
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