Musikabend Patternhof: Realschüler zeigen ihr Können

Von: mio
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Musiklehrerin Gabriele Wall leitet ihren Schülerchor bei „I will follow him“ an. Die Zuschauer hatten viel Freude an dem Konzert. Foto: Mira Otto

Eschweiler. Wenn sich die Aula der Realschule Patternhof füllt, die Schüler aufgeregt nochmals ihre Auftritte absprechen und massenweise Instrumente auf der Bühne drapiert sind, dann steht der alljährliche und gut besuchte Musikabend der Schule an. Den Zuschauern wurde wieder ein bunt gemischtes Programm mit Liedern aus aller Welt geboten.

Der Schulchor der 5. und 6. Klasse unter der Leitung der Textil- und Kunstlehrerin Gabriele Wall eröffnete den Abend mit „I will follow him“ (Ich werde ihm folgen) aus dem Film „Sister Act“. Hierbei begeisterte vor allem Cora Hübsch aus der 6 e mit ihrem Solo.

Andächtige Stille

Ein Highlight der Chorauftritte war nach „The Spaceman“ „Hallelujah“, bei dem der Chor von dem Gesangstalent Romina Ferizi aus der 10 c begleitet wurde, die bereits mit „Oh Mother“ von Christina Aguilera im Gedächtnis geblieben war. Ihre Stimme brachte eine beinah andächtige Stille in die Aula der Schule.

Wie vielseitig die Chorarbeit ist, belegte Gabriele Wall, als sie mit ihrer Gruppe den You-Tube-Hit „When I‘m gone“ präsentierte und dabei Cora Hübsch (6 e) und Eyleen Krämer (6 c) im Solo jeden Ton trafen.

Einen Gegensatz zu dem emotionsbetonten Chor stellte die Trommelgruppe dar, die mit afrikalastigen Rhythmen die Aula zum Beben brachte. Besonders beeindruckend war die Darbietung von „Funge alafia“ aus Westafrika, bei der einzelne Schüler aufhörten zu Trommeln, um daraufhin wieder selbstständig in den Rhythmus der Trommeln zurückzufinden. Mit dem Satz „Bunt gefächert ist die Welt der Musik, bunt gefächert ist unser Programm heute Abend“, hatte Schulleiterin Michaela Silbernagel nicht zu viel versprochen.

Auch zwei Klassen hatten Aufführungen für den Musikabend vorbereitet. So präsentierte die Inklusionsklasse 6 c die „Minimal-Musik“ von Felix Janosa, in der Rasseln, diverse Trommeln, eine E-Gitarre, Xylo- und Metallophone und Boomwhackers (Plastikrohre) gespielt wurden. Bei dieser Art von Musik werden viele kleine Musikfetzen aneinander gereiht und ergeben in ihrer Gesamtheit, nach den Kommentaren der Zuschauer zu urteilen, ein beeindruckendes Schauspiel.

Darüber hinaus erzählte die Klasse 5 b mit Hilfe von Monika Hartung die Geschichte „Fabians nächtliches Abenteuer“ und untermalte diese mit Musik. Des Weiteren zeigte der Instrumentalkreis unter der Leitung von Monika Hartung das Lied „Iz gaz Anadolum“, bei dem die junge Anastasia Reiser stilecht auf Türkisch mitsang und damit das gesamte Publikum überraschte.

Anlässlich des Songs „Banuwa“ aus Liberia standen schließlich Chor, Instrumentalkreis und Trommelgruppe versammelt auf der Bühne und musizierten gemeinsam. Sie erhielten sehr lautstarken Applaus.

Auch die Solokünstler beeindruckten. So zeichnete sich Thomas Kergel (6 e) mit seinem Umgang mit der Gitarre aus und wurde bei dem berühmten Lied „House of the rising Sun“ und „Lady in Black“ von seiner Lehrerin Monika Hartung begleitet.

Weiter leisteten drei Schüler am Klavier ihren Dienst. Die Fünftklässlerin Eveline Reiser verzauberte zu Anfang des Abends mit „Lied der Meerjungfrauen“ von Anne Rochlitz und Tim Spitz aus der 10 a bot die Filmmusik „Die zauberhafte Welt der Amelie“ dar. „Das ist schon Wahnsinn, was der Junge da in Eigenarbeit geleistet hat“, äußerte Monika Hartung anerkennend, als sich anschließend Tim Steinkopf an das Klavier setze und seine emotional ergreifende Eigenkomposition darbot.

Erik Müller spielte den Song „Life Safer“ von Sunrise Avenue auf dem Saxofon und das gesamte Publikum wippte im Takt der Musik mit, um anschließend tosenden Beifall zu spenden.

Zum krönendem Abschluss gab der Lehrer- und Schülerchor den Song „Oh happy Day“ zum Besten, wobei die Zuschauer im Takt mit klatschten. Nach lauten Zugabe-Rufen wurde die überraschte Romina Ferizi erneut auf die Bühne gezogen, um mitzusingen. Die Stimmung war bestens, so dass die Gäste gerne sofort bei der Polonaise der Trommel-AG durch die Aula mitmachten.

„Mit einem solchen Finale hätten wir nicht gerechnet“, sagte Michaela Silbernagel lachend und schloss den Abend.

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