Eschweiler - Müll wird für Tiere zur tödlichen Falle

Müll wird für Tiere zur tödlichen Falle

Von: irmi
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Nicht nur die Ufer sind immer wieder vermüllt, auch im Blausteinsee selbst schwimmt jede Menge Unrat. Mit Hilfe eines Boots des Technischen Hilfswerks machten sich am Wochenende freiwillige Helfer zum wiederholten mal daran, den Abfall aus dem Wasser zu fischen. Foto: Andreas Koch
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Warum gehen die Menschen mit der Natur so schlecht um? Diese Frage stellen sich die ehrenamtlichen Helfer, die den Blausteinsee und das Ufer jährlich von Unrat befreien. Foto: I. Röhseler

Eschweiler. Die Vorzüge des Blausteinsees nutzen, aber dann eine Müllhalde hinterlassen. Was ist nur mit den Menschen los? Beim jährlichen Frühjahrsputz holten rund 30 Frauen und Männer 25 große Säcke Unrat aus dem Wasser und vom Seeufer.

Müll, den „Naherholungssuchende“ einfach liegen gelassen haben oder sogar mit Absicht im See versenkt haben. Denn wie sollte man sich sonst erklären, wie Holzpaletten, Kanister, Wasserbälle, Badeschuhe, Plastikspielzeug und jede Menge Flaschen ins Wasser geraten?

Die Helfer von Umweltamt der Städteregion, Landschaftswacht, THW und Naturschutzverbänden fischten zudem auch diesmal wieder jede Menge Kunststoffflaschen aus dem Wasser.

Behältnisse aus Plastik, Glas oder Blech erweisen sich als regelrechte Todesfallen für zahlreiche Kleintiere und Vögel. „Sind die Tiere dort einmal hineingeraten, können sie sich nicht mehr befreien“, weiß Udo Thorwesten von der Unteren Landschaftsbehörde der Städteregion Aachen, der die Aktion am Samstagmorgen am Blausteinsee leitete.

„Ebenso gefährden umher schwimmende Bojen und Holzpaletten die Schwimmnester von Wasservögeln im Uferbereich“, so Thorwesten weiter. „Werden sie ans Ufer geschwemmt, zermalmen sie wie Walzen alles, was am Ufer nistet.“

Den Schwerpunkt der Naturschutzaktion legten die Helfer in den nördlichen, östlichen und südlichen Uferbereich in Richtung Fronhoven und Neulohn. Dort ist zum Schutz von Tieren und Pflanzen zu Land und auf einem Teil des Sees ein Naturschutzgebiet ausgewiesen.

„Selbst vor Naturschutzgebieten machen die Menschen nicht Halt“, ärgert sich Udo Thorwesten. „Obwohl das Gebiet als Tabuzone gekennzeichnet ist, gibt es doch immer wieder Zeitgenossen, die sich hier niederlassen und alles vermüllen! Warum gehen die Menschen mit dem Naturschutz so schlecht um?“

Mit Unterstützung des Technischen Hilfswerkes und ihrem motorbetriebenen Aluminiumboot schafften die Helfer den Unrat zur Seebühne, wo er dann von der Stadt Eschweiler zur Entsorgung abgeholt wurde.

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