„Mr. Pumpernickel” liest aus seinem neuen Buch

Von: Andreas Gabbert
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Plaudert im Talbahnhof über sein ereignisreiches Leben und lässt Erinnerungen Revue passieren: der Entertainer Chris Foto: WDR/Martin Eggert

Eschweiler. Leicht britisch unterkühlt und mit Pokerface zu plaudern oder zu singen, ist sein unveränderliches Markenzeichen. Seit fünf Jahrzehnten sitzt und steht Chris Howland hinter dem Mikrofon und vor der Kamera - oder auf der Bühne.

Am Mittwoch, 25. Januar, liest der Moderator, Entertainer, Schauspieler und Gastgeber der legendären Fernsehshows „Vorsicht Kamera” und „Musik aus Studio B” aus seinem aktuellen Buch „Yes, Sir - Aus dem Blickwinkel eines englischen Gastarbeiters”.

Dann plaudert er mit dem ihm eigenen „British Humor” über seine buntes, ereignisreiches Leben und lässt seine Erinnerungen Revue passieren. Charmant und unterhaltsam wird er zum Erzähler und entführt seine Zuhörer in die Welt des Showbiz und der Musik. Chris Howland, alias „Mr. Pumpernickel”, präsentiert in zahlreichen Episoden, umrahmt von den Lachern seines Publikums, nicht nur so manche private Geschichte, sondern auch witzige Anekdoten über prominente Persönlichkeiten, die seinen langen Karriereweg begleitet haben.

Die Show-Karriere wurde ihm schon in die Wege gelegt. Als er am 30. Juli 1928 in London das Licht der Welt erblickte, produzierte sein Vater Alan als Leiter der Kinderfunkredaktion der BBC eine sehr erfolgreiche Hörfunkserie. Seine Großmutter war als eine der ersten englischen Rundfunksprecherinnen bekannt. Und Mutter Howland, von Beruf Fotografin, machte von ihrem Söhnchen im Babyalter Aufnahmen, die überall in England auf Anzeigenseiten der Zeitungen prangten. So wurde Chris bereits als Baby zum Werbestar.

Als Kind und Heranwachsender lebte er auf dem Land und wurde zum Imker ausgebildet. Sein Plan, Tierarzt zu werden, scheiterte am Zweiten Weltkrieg. Er wurde zum Militär eingezogen und kam so zum Rundfunk. Zunächst war er als Rundfunksprecher und Discjockey beim Soldatensender „British Porces Network” (BFN) tätig. Seine deutsche Karriere begann er 1952 als Plattenplauderer beim ehemaligen NWDR in Hamburg und beim WDR in Köln mit Sendungen wie zum Beispiel „Spielereien mit Schallplatten”, die er seit 2004 wieder jeden Sonntag bei WDR 4 präsentiert.

Mit Ihrem Namen verknüpft man viele legendäre Sendungen. Welche hat Ihnen denn am meisten Spaß gemacht?

Howland: Ich würde sagen „Vorsicht Kamera”. Wir haben die Sendung damals zwei Jahre lang produziert, bis sie vom damaligen Vizekanzler gestoppt wurde, mit der Begründung, die Sendung könne Leute in peinliche Situationen bringen. Für uns war das damals ein Experiment, bei dem wir viel Spaß hatten.

Was ist Ihr Erfolgsrezept?

Howland: Das Wichtigste ist, sympathisch rüber zu kommen, dann hören einem die Leute zu. Man darf im Showgeschäft auch nie vergessen, dass man nicht größer oder besser als das Publikum ist. Wir haben lediglich einen interessanten Job, der Menschen unterhalten und informieren soll.

Worüber können Sie lachen?

Howland: Ich kann über vieles im Leben lachen, oft über alltägliches, unerwartetes. Über gute Witze kann ich lachen, die aber gar nicht schmutzig sein müssen. Und ich kann lachen, wenn einer gut erzählen kann. Man meint immer, dass die Deutschen keinen Humor hätten, aber das stimmt nicht. Auch wenn ich über vieles lachen kann, heißt das aber nicht, dass ich das Leben als Witz empfinde.

Was würde Sie heute anders machen, wenn Sie auf Ihre Karriere zurückblicken?

Howland: Eigentlich nichts. Ich bin happy, die Gelegenheit gehabt zu haben, viele verschiedene Dinge tun zu können. Das hat mir gut getan. Wenn man im Showgeschäft nicht auf eine Sache beschränkt ist, wird es auch nie langweilig.

Was haben Sie noch vor?

Howland: Ich will weitermachen, solange ich kann. Stillsitzen kommt für mich überhaupt nicht in Frage, ich brauche immer etwas zu tun.
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