Mitarbeiter im Rathaus steht rund um die Uhr bereit

Von: pan
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Eschweiler. An wen wendet man sich, wenn einem plötzlich ein unbekannter Hund zuläuft? Oder wenn der Nachbar seine Musikanlage stundenlang mit großer Lautstärke testet? Natürlich an die Stadt Eschweiler.

Auch in den Abendstunden steht dort ein Mitarbeiter bereit. Dass deren Job nicht immer leicht ist, zeigt die Statistik, die jetzt das Ordnungsamt vorlegte: Die Mitarbeiter wurden zu 450 Einzeleinsätzen nach der normalen Dienstzeit in 2009 gerufen.

Manche Dinge kann man durchaus telefonisch erledigen, aber in etwa der Hälfte der Fälle konnten die Stadtbediensteten nur vor Ort helfen, was oft sehr zeitintensiv war. Die Gesamtzeit für die Einsätze lag in 2009 bei 350 Stunden.

Das ergibt einen wöchentlichen Durchschnitt von 8,6 Einsätzen und 6,6 geleisteten Stunden. Etwa 70 Prozent der Einsätze fanden am Wochenende, also in der Zeit von freitagsnachmittags bis montagmorgens statt.

Jeweils für eine Woche wird ein Mitarbeiter in der Stadtverwaltung eingeteilt, der diesen Notdienst verrichtet. Etwa 20 Mitarbeiter haben sich für diesen Dienst freiwillig gemeldet.

Über notwendige Einsätze erfährt der Bereitschaftsdienst in der Regel durch die Feuerwehr oder die Polizei, weil sich Bürger erfahrungsgemäß bei Problemen an diese Behörden wenden. Meistens geht es um klassische Familienstreitigkeiten, Lärm in der Nachbarschaft oder Fundtiere.

Seltener werden die Stadtmitarbeiter zu unzulässigen Nutzfeuern, falsch geparkten Fahrzeugen, zum Ausstellen von Personalpapieren wegen bevorstehender Reisen und zur Versorgung verletzter Tiere gerufen. Bei einem Einsatz kann es sich auch um die Meldung von Bienen- oder Wespennestern, um Ungezieferbefall, defekte Straßenlaternen, wilde Müllkippen und um Straßenverunreinigungen handeln.

Wird ein Baum ohne Genehmigung gefällt, ist das ebenso eine Aufgabe des Ordnungsamtes. Ebenso wird der Notdienst gerufen, wenn Defekte und Vandalismusschäden an städtischen Einrichtungen festgestellt wurden. Bei größeren Einsätzen der Feuerwehr sind selbstverständlich auch die Mitarbeiter der Stadt eingebunden, die dann bei Bedarf den Kontakt zu den eigentlich zuständigen Dienststellen und Ämtern herstellen.

Der Bereitschaftsdienst beschränkt sich natürlich nur auf Angelegenheiten, die nicht bis zum nächsten regulären Arbeitstag der Stadtverwaltung aufschiebbar sind. Deshalb kann es vorkommen, dass eine Meldung erst am folgenden Arbeitstag in der eigentlich zuständigen Dienststelle weitergegeben und dort entsprechend bearbeitet wird.

„Dass ein Bereitschaftsmitarbeiter ungerechtfertigt in Anspruch genommen wird, ist erfreulicherweise eine seltene Ausnahme”, so Stadtsprecher Stefan Kaever.

In 31 Fällen beschweren sich Menschen über den lauten Nachbarn

In 450 Fällen wurde im vergangenen Jahr das Ordnungsamt gerufen. Die häufigsten Gründe:

44 Mal waren Hilfeleistungen nach dem Psychisch-Krankengesetz erforderlich.

52 Mal mussten die Mitarbeiter in Familienangelegenheiten tätig werden. Meistens ging es um Erziehungsprobleme.

68 Mal musste sich das Ordnungsamt um Fundtiere kümmern.

31 Mal gab es Probleme mit Nachbarn oder Mitbewohnern im Haus, zumeist im Zusammenhang mit Lärmbelästigungen.

63 Mal war eine Verkehrsgefährdung zu beseitigen.

19 Mal mussten Obdachlose in städtischen Unterkünften oder anderweitig untergebracht werden.

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