Eschweiler - Mitarbeiter der Caritas-Werkstätten fiebern der Messfeier entgegen

Mitarbeiter der Caritas-Werkstätten fiebern der Messfeier entgegen

Von: Katja Bach
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Seit fünf Jahren beginnt Weih
Seit fünf Jahren beginnt Weihnachten für ihn früher: Dr. Andreas Frick zelebriert die Weihnachtsmesse für die Menschen mit Behinderung in St. Michael. Foto: Katja Bach

Eschweiler. Es ist wie ein vorgezogenes Weihnachtsfest für alle, die in den Caritas-Behindertenwerkstätten arbeiten. Der Freitagmorgen begann für die Menschen der Werkstätten mit einem Gottesdienst, der für sie etwas ganz besonderes war.

Alle versammelten sich in der Kirche St. Michael, um an der Weihnachtsmesse teilzunehmen. Von den Behinderten selbst gestaltet. Durch ihr tatkräftiges Mitwirken bekam die Messfeier eine ganz besondere Wirkung.

Nach der Begrüßung durch Pfarrer Dr. Andreas Frick und den ersten Weihnachtlichen Liedern, lasen Michael Kowalski und Monika Quinders das Weihnachtsevangelium. Die Fürbitten wurden von Ulla Schaaf, Edith Hilgers, Betül Özdemir, Susanne Maaßen und Monika Sonnenberg vorgetragen. Pastor Frick achtete dabei darauf. Ein Höhepunkt der Messe war wohl das Krippenspiel. Schon Wochen vorher probten die Schauspieler für ihren Auftritt.

Zusammen mit Dorota Okwieka vom sozialen Dienst im Caritas-Behindertenwerk übten sie ihre Texte und spielten die Szenen durch. „Alle waren schon sehr aufgeregt und haben sich riesig auf ihren Auftritt gefreut.”, erzählte Okwieka und deutete auf die stolze Gruppe. Und natürlich gab es für die Darsteller, die die Weihnachtsgeschichte nachspielten, großen Applaus.Auch die Messdiener Tobias Fechter, Irmgard Engels, Christoph Mergelsberg und Wilfried Wirtz, die ebenfalls zum Werk gehören, machten ihre Aufgabe sehr gut.

„Diese Messfeier ist etwas ganz Besonderes. Für mich beginnt mit diesem Morgen Weihnachten”, betonte Pfarrer Dr. Frick. „Die Menschen sind ganz wunderbar und der Gottesdienst wird durch sie ehrlich und vor allem innig.” Seit fünf Jahren gestaltet er mit Mitarbeitern des Caritas-Werkes eine Weihnachtsmesse.

Nach der Messe ging es zurück in die Werkstätten. Dort fand ein gemeinsames Weihnachtsfrühstück statt, bei dem alle 360 Beschäftigten zusammenkamen. Nach dem Frühstück ging es zurück in die Arbeitsgruppen. Dort verbrachten alle den restlichen Vormittag in ihren Werkstätten und konnten eine kleine Weihnachtsfeier in ihrem gewohnten Umfeld individuell gestalten. Zu den Menschen mit Schwerst-Mehrfachbehinderung kam Pfarrer Dr. Frick persönlich und feierte mit ihnen noch einmal einen zweiten Gottesdienst.

Fredi Gärtner, Leitung sozialer Dienst, ging mit Edith Kruska und Hubert Schüller aus dem Elternbeirat und seinen beiden Söhnen in die verschiedenen Werkstätten. Die einzelnen Gruppen freuten sich schon auf seine Ankunft. Überall wartete ein anderes Programm: In der Druckerei saßen die Menschen mit Gruppensprecher Michael Kowalski zusammen oder spielten Dart. In der Gartenabteilung ging es ausgelassener her: Dort waren der Weihnachtsmann und Hans Muff zu Besuch. Denn am Tag der Weihnachtsfeier gibt es noch eine weitere Besonderheit für die Menschen mit Behinderung.

„Jeder Gruppenleiter darf jedem seiner Mitarbeiter für 25 Euro ein kleines Geschenk machen”, verriet Fredi Gärtner. Und auf dieses Geschenk freuen sich natürlich alle. Denn die emotionale Nähe und Verständnis sind für einen behinderten Menschen das Wichtigste ist. Erst Recht an Weihnachten.
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