Eschweiler - Mit über 70 Stundenkilometern den Berg hinab

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Mit über 70 Stundenkilometern den Berg hinab

Von: vr
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Vier Top-10-Fahrer und jede Menge Talente: Das „Fleshair”-Downhill-Team der ESG möchte Eschweilers Farben erfolgreich in der höchsten Klasse vertreten und freut sich auf eine sturzfreie, gute Saison. Foto: Volker Rüttgers

Eschweiler. Über 1000 Höhenmeter in weniger als sechs Minuten, meterweite Sprünge über Schluchten, abwechslungsreiche Rennstrecken und Geschwindigkeiten bis über 70 Stundenkilometer: „Downhill” zählt zu den spektakulärsten Radsportarten.

Bei dieser „Skiabfahrt per Rad” mischt seit 2008 auch ein Eschweiler Team mit, das „Fleshair Downhill-Team” der ESG, ein Mischung aus erfahrenen Top-10-Fahrern und aufstrebenden, jungen Talenten mit einem Ziel: in den zehn Rennen der anstehenden Saison möglichst oft unter den besten zehn Fahrern zu sein.

Dabei verstehen sich Teamgründer Raoul Sous und Ole Schüller mit ihren Teamkollegen vor allem auch als Botschafter dieser immer beliebter werdenden Sportart, die allerdings gerade in Deutschland eher noch ein Schattendasein, vor allem medial, führt. Aus dem Funsportverein „Fleshair” Wismar stammend, schlossen sich die „Downhiller” 1985 der Radsport-Abteilung der SG Eschweiler an und bildeten das erste „Downhill”-Team der Indestadt.

Mit Andreas Wick, Maarten Durzak, André Thomas und Georg Schönfelder verfügt das Team bereits über vier Top-10-Fahrer, ergänzt durch die Talente Jörg Merx, Martin Wagner, Fred und Ben Lumma sowie die beiden Teamleiter Raoul Sous und Ole Schüller.

Mit dieser schlagkräftigen Mannschaft wird das „Fleshair”-Team am Wochenende vor Ostern im belgischen Huy in den „Nissan DH-Cup”, die Bundesliga des Downhill-Radsports, starten und in den drei Wettbewerbsklassen „Junioren”, „Elite” und „Masters” vertreten sein. Der erste Europameisterschaft-Lauf auf dem Monte Tamaro im Schweizer Kanton Tessin ist dabei ebenso fest eingeplant wie die jeweils fünf deutschen und belgischen Saisonrennen.

Ohne die große logistische Unterstützung durch ihre Partner wäre die Teilnahme an den „Downhill”-Wettbewerben nicht möglich, werde dieser Sport doch auch als „Formel 1 des Radsports”, so Raoul Sous, bezeichnet. Grund hierfür liegt in der enormen Technisierung der hochspezialisierten Fahrräder mit sehr hohem Sicherheitsniveau. So passieren im „Downhill”-Biking wesentlich weniger und ungefährlichere Verletzungen als zum Beispiel im allgemeinen Skisport.

Fitness und Konzentration sind hierfür natürlich Voraussetzung, wofür wiederum regelmäßiges Training Pflicht ist. Dies geschieht zurzeit noch auf den Trainingsstrecken in Belgien wie im nahe gelegenen Malmedy, da auf der deutschen Seite der Euregio nach wie vor keine entsprechenden Strecken angeboten werden.

Auch hier könnte die Stadt Eschweiler zukünftig ein Vorreiter werden, hat sich doch am Ringofengelände mit der Einrichtung eines „Dirt Parcours” für BMX doch bereits ihre Aufgeschlossenheit gegenüber neuen Trendsportarten bewiesen. Hierauf hoffen natürlich auch die Fahrer des „Fleshair”-Teams, ebenso wie auf interessierte Nachwuchsfahrer jeden Alters, vor allem auch Bikerinnen. Und natürlich hoffen sie auf eine sturzfreie und erfolgreiche Saison.
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