Mit der Weihnachtsaktion „Wunschzettel“ Menschen helfen

Von: irmi
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Das Senioren- und Betreuungszentrum ist Partner unserer Weihnachtsaktion Wunschzettel. Gemeinsam mit unseren Lesern möchten wir 240 Senioren Herzenswünsche erfüllen. Foto: I. Röhseler
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Wer erfüllt Heike Holtmanns Traum? Die 54-Jährige hat über das Geschichtenschreiben wieder ihren Lebensmut gefunden.

Eschweiler. Heike Holtmann hat ihren Lebensmut wiedergefunden. Nach einer langen Zeit voller Trauer und Hoffnungslosigkeit, scheint für die heute 54-Jährige wieder die Sonne.

Als Heike mit nur 42 Jahren einen Schlaganfall erlitt, brach für sie eine Welt zusammen. Aber da war ja noch ihr Freund, der sie damals noch umsorgte. Bis zu jenem Zeitpunkt als dieser selbst erkrankte, erzählt die Indestädterin. „Da hat er von jetzt auf gleich mit mir Schluss gemacht und ich stand ohne Wohnung und Hilfe da!“

Fast ein Jahr lang habe sie nur im Bett gelegen, sei nirgendwo mehr hingegangen. Hinzu kamen heftige Angststörungen, die in einer psychiatrischen Klinik behandelt wurden. Wie Heike Holtmann es geschafft hat, aus dem dunklen Wald aus Depressionen, Verlusten, Rückschlägen und sinnlosen Beschäftigungen wieder herauszufinden?

25 Geschichten fertig

Vor acht Monaten kam sie zur Kurzzeitpflege ins Senioren- und Betreuungszentrum an der Johanna-Neuman-Straße und merkte schnell, dass sie sich hier wohl fühlt. Sie blieb. Sie hat wieder ein neues Zuhause. Sie kann wieder lachen und sich über schöne Dinge, die das Leben zu bieten hat, freuen. Und wem hat sie das zu verdanken? „Pflegekraft Naomi, unserem Sonnenstrahl und natürlich dem gesamten Pflegepersonal. Hier kümmern sich alle sehr liebevoll um mich!“

Doch noch jemand hat dafür gesorgt, dass Heike Holtmann wieder glückliche Momente genießen kann. In der psychiatrischen Klinik saß sie oft stundenlang am Fenster und schaute auf einen Waldweg. Bis sie dort eines Tages einen Raben entdeckte, der den Weg entlang hüpfte. Er tauchte täglich auf und der kleine Vogel wurde ihr geradezu vertraut. Sie nannte ihn Max.

„Max inspirierte mich. Plötzlich verspürte ich eine große Lust, Geschichten über Max zu schreiben“, erzählt Heike. „Mein Leben hat wieder einen Sinn. Wenn ich schreibe und meiner Fantasie freien Lauf lasse, dann vergesse ich all die schmerzlichen Erlebnisse für eine Weile.“

Die 54-Jährige hat bereits 25 Geschichten im Block. „Und dank meiner Ergotherapeutin Luzia Heitzer, die alles in den Computer getippt hat, kommt auch allmählich Struktur in die Sache. Mein Traum ist es, ein Kinderbuch daraus zu machen. Vielleicht mit Illustrationen, die Kinder ausmalen könnten. Die Kurzgeschichten könnte man natürlich auch Demenzkranken vorlesen. Dazu müsste man natürlich jemanden finden, der dieses Kinderbuch drucken würde.“

Leser setzen Zeichen

Heike Holtmann möchte keinen Profit machen, sondern kleinen Kindern und demenzkranken Senioren eine Freude mit ihren vielen netten Geschichten machen. Darum wäre eine kleine Auflage ihres Kinderbuches ihr größter Wunsch. Ein Wunsch, der vielleicht im Rahmen unserer Weihnachtsaktion Wunschzettel in Erfüllung gehen könnte. Einen Titel für ihr Werk, in dem nicht nur Max, der Rabe, sondern auch Krümel, der Hase, Anna, die Amsel, Resi das Reh und Jette, die Schnecke lustige Erlebnisse haben, hat sie auch schon parat: „Tierische Freunde – ein Abenteuer jagt das andere!“

Heike Holtmanns Ergotherapeutin Luzia Heitzer weiß, durch welch tiefes Tal ihre Patientin gegangen ist. „Das ist eine Veränderung wie Tag und Nacht. Seitdem sie schreibt, hat sie ihren Lebensmut wiedergefunden.“

Die Therapeutin ist auch im neuen Zuhause von Heike Holtmann an ihrer Seite. Zweimal die Woche besucht sie ihren Schützling und arbeitet unter anderem mit an Heikes Kinderbuch-Traum. Heike Holtmann ist wieder aktiver geworden. Statt die Bettdecke über den Kopf zu ziehen, ist sie dabei, wenn die Gruppe „Kreatives Gestalten“ im SBZ zusammenkommt und Seidenmalerei auf dem Programm steht. Dank liebevoller Pflege und Aufmerksamkeit hat Heike Holtmann das Gefühl von Sinnlosigkeit überwunden und erfreut sich wieder des Lebens.

Am Samstag beginnen wir mit unserer Weihnachtsaktion „Wunschzettel“ und bitten unsere Leser wieder herzlichst um Unterstützung. Für die Frauen und Männer des Senioren- und Betreuungszentrums an der Johanna-Neuman-Straße wollen wir den festlichen Gabentisch decken und den älteren Menschen zeigen, dass sie nicht vergessen werden.

Darum unsere Bitte: Helfen Sie, liebe Leser, uns wieder tatkräftig mit. Rufen Sie uns am Montag bitte ab 9 Uhr unter Telefon 5554934 an. Bitte stimmen Sie auf jeden Fall mit uns ab, welcher Wunsch noch offen ist, damit niemand doppelt beschenkt wird und ein anderer leer ausgeht.

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