Eschweiler - Mit dem Rad zur Arbeit? Für Caritas-Beschäftigte kein Problem!

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Mit dem Rad zur Arbeit? Für Caritas-Beschäftigte kein Problem!

Von: Stefan Herrmann
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Rollten mit dem Rad über den Aachener Verkehrsübungsplatz: 14 Beschäftigte der Caritas-Behindertenwerkstatt nahmen an einem Mobilitätstraining teil. Foto: Stefan Herrmann

Eschweiler. Für die meisten Menschen gehört sie zum Alltag dazu wie Zähneputzen und der morgendliche Kaffee: Die Fahrt zum Arbeitsplatz. Für die Beschäftigten der Caritas-Behindertenwerkstatt stellt das eigenverantwortliche Pendeln zwischen Wohnort und Betrieb einen weiteren wichtigen Schritt Richtung Selbstständigkeit dar.

Daher fuhren nun 14 Eschweiler Angestellte der Garten- und Landschaftsbau-Gruppe sowie der Schreinerei zum Verkehrsübungsplatz der Verkehrswacht Aachen an der Hohenstaufenallee. Ziel der Exkursion: Die Caritas-Beschäftigten sollten mehr Sicherheit im Straßenverkehr erlangen.

„Bereits seit einigen Jahren kommen wir hierher nach Aachen”, ist Fredi Gärtner, Leiter des Sozialen Dienstes und der Beruflichen Bildung froh, in Verkehrssicherheitsberater Walter Stelzen einen engagierten Kooperationspartner gefunden zu haben. Nach der herzlichen Begrüßung „seiner Gruppe”, startete der Hauptkommissar gleich durch:: Nach einem kurzen theoretischen Teil, in dem einige Verkehrsschilder für Fahrradfahrer gemeinsam erläutert wurden, ging es raus auf den Übungsplatz.

„Es ist mir wichtig, dass die Caritas-Beschäftigten in der Lage sind, eigenständig alle einfachen Verkehrssituationen zu bewältigen”, setzt Verkehrserzieher Stelzen auf die Praxis. So hieß es dann: Ab auf den Sattel und rein in den Straßenparcours. Während Diplom-Sozialarbeiter Fredi Gärtner die Truppe dabei beobachtete, wie die einige unter Anweisung von Polizist Stelzen das richtige Abbiegen, Befahren der Radfahrwege und das sichere Auf- und Absteigen übten, waren einige der 14 Teilnehmer bereits selbstständig auf der großen Schleife des Übungsplatzes unterwegs.

Unter ihnen auch Ralf Kommerscheit. Der Beschäftigte der Caritas-Schreinerei fährt jeden Morgen von Würselen aus zur Weisweiler Werkstatt. Mit dem Fahrrad natürlich. „Eine Stunde hin, nachmittags dann wieder eine Stunde zurück”, tritt Kommerscheit ordentlich in die Pedale. Wie wichtig hierbei vorausschauendes Fahren - gerade im chaotischen Innenstadtverkehr - ist, weiß auch er. Daher ist das Mobilitätstraining für ihn und seine Kollegen eine tolle Sache. Und bei sonnigem Frühlingswetter macht es gleich doppelt Spaß.

„Die Aktion passt wunderbar zu unserem Jahresthema âQualifizierungÔ”, verfolgt Gärtner das Ziel, Menschen mit Behinderung in den Allgemeinen Arbeitsmarkt zu bringen. 2008 konnten zwei Beschäftigte eine sozialversicherungspflichtige Stelle ergattern. „Diese Messlatte würde ich dieses Jahr natürlich gerne übertreffen”, strebt Gärtner eine stärkere Integration qualifizierter Caritas-Beschäftigter in den Arbeitsmarkt an.

Ein wichtiger Schritt hierfür ist die eigene Mobilität. „Dafür wiederholen wir immer wieder grundlegende Verkehrssituationen”, freut sich Walter Stelzen darüber, auch in Zukunft mit seinen Freunden von der Caritas ein paar Übungsrunden auf dem Drahtesel drehen zu können.
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