Eschweiler - Mit dem Fliewatüüt um die Welt

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Mit dem Fliewatüüt um die Welt

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Auf dem Tragschrauber, mit dem es um die Welt geht: Andreas Stütz mit dem Fliewatüüt, das ihn und seine Frau von Merzbrück bis Santiago de Compostela getragen hat. In Afrika soll der abenteuerliche Flug fortgesetzt werden. Foto: Stefan Herrmann

Eschweiler. Für Melanie Stütz ist die Reise noch lange nicht zu Ende. Zusammen mit ihrem Mann Andreas schickt sie sich schon in wenigen Wochen an, den Rest der Welt mit dem Fliewatüüt zu erobern. Bald schwebt das Flieger-Ehepaar mit seinem Tragschrauber über Afrika, nächstes Jahr gehts dann weiter nach Nord- und Südamerika.

Die ersten Erfahrungen auf dem Jakobsweg, den die Beiden aus der Vogelperspektive erlebten, werden ihnen helfen. Es klingt wie ein Traum: Von Eschweiler aus in die große, weite Welt. „Eines ist klar: Unser Jakobsweg geht weiter!”, gibt das Duo Vollgas.

„Wenn man auf dem Jakobsweg pilgert, dann hat man unzählige Herausforderungen zu bewältigen”, erinnert sich der 39-jährige Andreas Stütz nicht nur an teils lebensgefährliche Wetterkapriolen, nächtliche Abenteuer auf französischen Flughäfen und ungewollte Zwischenstopps in militärischen Sperrzonen. Auch wenn es bei der Überquerung der Pyrenäen einmal beinahe schief gegangen wäre.

Auf eine Höhe von 7500 Fuß - etwa 3500 Meter - mussten sie mit ihrem fliegenden Leichtgewicht hinauf, um den Gebirgszug zwischen Frankreich und Spanien zu überwinden. Bei zerrenden Fallwinden, unberechenbaren Böen und immer näher rückenden Steilwänden stockte dem Abenteurer-Ehepaar mehrmals der Atem.

Doch es ging gut. Am 19. April landeten sie in Fervenza. Dort, in der nord-westlichsten Ecke von Spanien, konnte das Fliewatüüt endlich durchschnaufen.

„Ich bin so froh, dass wir das gemacht haben”, wird Melanie Stütz die Ankunft in der Pilgerstadt nach dem unvergesslichen Trip nie vergessen. „Wir haben allen Versuchungen, Irrungen und Wirrungen widerstanden und somit Unabhängigkeit bewiesen. Das ist unser größtes Erfolgserlebnis”, strahlt der gebürtige Schwabe Andreas.

Derzeit verpasst das Unternehmer-Duo, das während der 14-tägigen Reise von einem fünfköpfigem Kamerateam begleitet wurde, der 90-minütigen Filmdokumentation im Schneideraum den letzten Schliff. Auch ein Buch wollen die Beiden über ihre Fliewatüüt-Erlebnisse auf einer der berühmtesten Pilgerstraßen der Welt schreiben.
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