Eschweiler - Mister Falke bangt um sein Team

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Mister Falke bangt um sein Team

Von: Andreas Röchter
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Sein Herz schlägt nach wie vor für Falke Bergrath: Der Ehrenvorsitzende Rudi Gradel hofft auf den Klassenerhalt seines Vereins. Foto: I. Röhseler

Eschweiler. „Wir hätten noch zwei Jahre gebraucht, um eine richtig starke 1. Mannschaft aufzubauen! Und ausgerechnet jetzt kommt der Verband mit einer weiteren Umstrukturierung der Kreisligen!“ Rudi Gradel, Ehrenvorsitzender und Urgestein des SV Falke Bergrath, ist nicht wirklich glücklich über die Tatsache, dass im Fußballkreis Aachen zur nächsten Saison eine Kreisliga D eingeführt wird.

Denn dies hat zur Folge, dass für B-Ligisten in der laufenden Saison Platz acht das Mindestziel sein muss, um nicht in die C-Liga abzusteigen. Zumal die Falken gebrannte Kinder sind: Als „Dauergast“ in der Kreisliga A fielen sie nämlich bereits der Zusammenlegung der ehemals zwei A-Liga-Gruppen zu einer zum Opfer und stiegen als Tabellenzehnter in die B-Liga ab.

Vor der heutigen Partie beim Eschweiler FV, der Anstoß erfolgt um 14.30 Uhr auf dem Sportplatz „Am Wetterschacht“, sind die Falken zwar noch im Rennen um einen Platz unter den ersten Acht, „doch für unsere jungen Spieler bedeutet die Situation natürlich Druck“, so Rudi Gradel, der 1953 als C-Jugendlicher erstmals die Fußballschuhe für „seinen“ Verein schnürte, um über die Stationen Seniorenspieler und Alte Herren, deren „Ehrenspielführer“ er nach wie vor ist, auf dem Platz, sowie als Kassierer, Jugendleiter. Geschäftsführer und Vorsitzender neben dem Platz, den Falken bis heute die Treue zu halten.

Abgesehen von der unverschuldeten prekären sportlichen Situation sieht Rudi Gradel den SV Falke Bergrath durchaus gut aufgestellt. „Unsere Anlage, in die wir sehr viel Eigenleistung investiert haben, ist in einem tadellosen Zustand. Die Jugendabteilung, die wir über lange Jahre hinweg aufgebaut haben, floriert, wovon inzwischen auch unsere Seniorenmannschaften erheblich profitieren.“ Nicht vergessen werden dürfe, dass sich unter dem Dach der Falken inzwischen auch erfolgreiche Tischtennisspieler und etwa 30 Aerobic-Sportler tummeln, sodass der Gesamtverein mittlerweile rund 500 Mitglieder zählt.

Einige Erinnerungen werden wohl nicht wieder aufleben: Die „glorreichen Zeiten“, in denen hunderte Zuschauer zu den Kreisliga-Spielen auf den alten Sportplatz am Hastenrather Weg strömten, seien unwiderruflich vorbei, sagt Gradel. „Ich erinnere mich an ein wichtiges Spiel um den Aufstieg in die Bezirksklasse gegen den SC Kellersberg, das wir vor nahezu 2000 Zuschauern mit 3:2 gewannen. Leider haben wir dann aber das notwendig gewordene Entscheidungsspiel in Aachen gegen den gleichen Gegner knapp verloren“, denkt der 71-Jährige, der heute zwar nicht mehr die Fußballschuhe schnürt, jedoch noch regelmäßig den Tennisschläger schwingt, an die 60er-Jahre zurück.

Etwas Sorgen bereitet Rudi Gradel die Schnelllebigkeit der heutigen Zeit, die natürlich auch vor dem Amateurfußball nicht halt mache. „Spieler wird es auch in Zukunft geben. Ich befürchte aber, dass wir erhebliche Probleme bekommen werden, Menschen für die Vorstandsarbeit in Vereinen zu gewinnen“, sieht er eine Gefahr heraufziehen.

Aktuell hofft Rudi Gradel aber vor allem, dass die 1. Mannschaft auch in der kommenden Saison in der B-Liga aktiv sein kann, damit die Aufbauarbeit nicht in Frage gestellt wird. Springt heute Nachmittag beim schweren Auswärtsspiel beim Eschweiler FV etwas Zählbares heraus, wäre ein erster Schritt in diese Richtung getan.

Die weiteren Spiele mit Eschweiler Beteiligung: Landesliga: Dürwiß - Stotzheim (heute, 19 Uhr); Kreisliga B Aachen: Breinig II - ESG (heute, 18.30 Uhr); Kreisliga C Düren: Lohn II - Titz II

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