Mehr Werbung, mehr Service: Bäder werden attraktiver

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In den nächsten Tagen werden die Platten rund ums Schwimmerbecken in Dürwiß verlegt, versichert Badebetriebsleiterin Gabriele Korsten, und Referatsleiter Dieter Kamp (rechts) ist sich ganz sicher, dass am 1. Juli eröffnet werden kann.

Eschweiler. Hallenbad und Freibad sollen für Besucher attraktiver werden. Mit neuen Angeboten, neuer Gestaltung, besserer Bewirtung und gezielter Werbung besonders bei jungen Leuten will die Stadt mehr Besucher in die beiden Bäder bringen. Der Sportausschuss gab am Mittwoch einstimmig Grünes Licht.

Grünen-Ratsherr Franz-Dieter Pieta konnte sich etwas Sarkasmus nicht verkneifen: „Die beste Werbung ist immer noch ein offenes Bad!” Seit Monaten wird das Freibad in Dürwiß umgebaut. Der zweite Teil der Gesamtsanierung läuft. Der lange Winter hat die Bauarbeiten verzögert.

Das ist angesichts des seit Anfang Mai anhaltenden strahlenden Sommerwetters besonders ärgerlich. Die Wiedereröffnung ist in drei Wochen geplant. „Der Eröffnungstermin 1. Juli steht”, versicherte Referatsleiter Dieter Kamp den Kommunalpolitikern bei einer Besichtigung der Baustelle. Der Ausschuss beschloss zwar nicht das von der UWG beantragte ganze Wochenende „Freischwimmen”, aber immerhin freien Eintritt für alle Besucher am Eröffnungstag. Als Entschuldigung für die verzögerte Eröffnung.

Im Freibad Dürwiß wird zurzeit das Schwimmerbecken saniert. Rund um das Becken wird der Bodenbelag erneuert, das Gebäude der alten Badeaufsicht wird abgerissen. Am Ende der Liegewiese ist ein Feld für Beachvolleyball angedacht. Auch Fußballspielen soll dort möglich sein. Tischtennisplatten stehen ebenfalls auf der Liste der „Wir machen das Bad attraktiver”-Investitionen.

Es müssen gar nicht einmal teure Investitionen sein, um mehr Besucher in die Bäder zu kriegen, machten die Kommunalpolitiker immer wieder deutlich. Pieta beklagte, dass die Öffnungszeiten auf der Internetseite der Stadt geradezu versteckt seien. Und auch nicht immer aktuell, etwa bei schwimmsportbedingten Schließungen. „Und wenn die Leute erst einmal vor geschlossener Tür stehen...” Das Internet-Problem sieht auch die SPD-Fraktion. Sie regte die Einrichtung einer Internetseite „Eschweiler Bäder” an.

Bessere und gezielte Werbung hat sich die Stadtverwaltung bereits vorgenommen. Etwa Plakataktionen bei Sonderveranstaltungen wie „Rock am Pool” - diesen früher sehr beliebten Konzertabend soll es in diesem Jahr bereits wieder geben.

Kinder gaben Nachholbedarf

Angestrebt wird eine bessere Auslastung der Wasserzeiten. Ein Problem besonders des Hallenbades ist, dass dort Publikumsschwimmen, Schulschwimmen und Vereinstraining koordiniert werden müssen. Auch Volkshochschulkurse finden im Hallenbad statt. Das Schulschwimmen kann man gar nicht wichtig genug nehmen, meinen die Sport-Politiker. Da lernen die Kunden von morgen schwimmen. Erschreckend, dass ein Drittel der Kinder nicht in der Grundschulzeit Schwimmen lernen, sagte Christoph Herzog (CDU). Aber es gibt auch Tage, an denen Schulschwimmen ausfällt, etwa die von den Schulen festgelegten Brückentage. Die kann man als Aktionstage der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen.

Die Stadtverwaltung will die Vereine dazu bewegen, ihre Sonderveranstaltungen besser über das Jahr zu verteilen. „Im Jahr 2010 war an jedem Wochenende im November das Hallenbad belegt, so dass in diesem Monat weniger Besucher und geringere Einnahmen zu verzeichnen waren. Auch die Bistrobetreiber beklagen an diesen Wochenenden Einnahmeverluste” steht in der schriftlichen Beratungsunterlage der Stadt.

Viel versprechen sich die Kommunalpolitiker von der neuen Pächterin der Bewirtung in beiden Bädern, Frau Heckner. Sie strebt ein besseres gastronomisches Angebot an. Am Kiosk im Freibad soll es nicht mehr die langen Warteschlangen geben. Die Pächterin wird dort eine zweite Verkaufsstelle für kühle Getränke einrichten. Auch über einen Verleih von Liegen und Sonnenschirmen wird gesprochen.

Von der Stadtverwaltung vorgeschlagen werden vermehrte Veranstaltungen, auch in Zusammenarbeit mit Vereinen. Beispielsweise einen Tag „Treffpunkt Bad” oder ein 24-Stunden-Schwimymen-. Mit Event-Agenturen will man nicht ständig zusammen arbeiten, nimmt aber gerne ein Angebot der Agentur „Zephyrus” an. Die führt am 22. Juli eine „Schools Out-Party” im Freibad durch.

Auf den Ideenlisten - auch die SPD-Fraktion legte eine vor - stehen unter anderem noch mobile Geräte für Veranstaltungen im Hallenbad, wie etwa Wellenreiter und Floß, zusätzliche Liegen, echte Palmen im Hallenbad, damit die Besucher sich ein wenig wie in der Karibik fühlen, eine bessere Ausschilderung der Bäder in der Stadt, überörtliche Werbung, ein Mal- und Geschichtenwettbewerb „Mein Tag im Hallen/Freibad” an den Schulen, Bademodenschau, Einrichtung eines Dampfbades und manches mehr.

Nicht aufgegriffen wurde vom Ausschuss eine Anregung der Grünen, einen wetterabhängigen Bonus bei den Eintrittspreisen zu gewähren: Bei Regen billiger ins Freibad.
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