Eschweiler - Medizinforum: Wieder fit mit neuen Gelenken

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Medizinforum: Wieder fit mit neuen Gelenken

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Am Röntgenbild erklärt ein Arzt einem Patienten das Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenk. Fast eine halbe Million solcher „Endoprothesen“ werden derzeit jährlich in Deutschland eingesetzt. Bei unserem Medizin-Forum im Talbahnhof am kommenden Diemnstag klären Experten darüber auf, wie solche Eingriffe vonstatten gehen und inwieweit sie sich vermeiden lassen. Foto: stock/Garcia

Eschweiler. „Gelenkverschleiß – was nun?“ lautet der Titel unseres nächsten Medizinforums am Dienstag, 26. November, im Talbahnhof. Unter der Moderation von Dr. Eberhardt Schneider stehen ab 19 Uhr Fachleute aus Praxis und Klinik bereit, um die Zuhörer mit allen wichtigen Details zum Thema Kunstgelenk zu versorgen.

 Es sind dies: der niedergelassene Orthopäde Klaus Geller, der Chefarzt im (Un-)Ruhestand Dr. Werner Birtel, die Chefärzte Dr. Ture Wahner und Dr. Oliver Heiber (alle vom St.-Antonius-Hospital Eschweiler) sowie vom Euregio-Reha-Zentrum Eschweiler Oberarzt Norbert Schallenberg.

Kommt man konservativ nicht mehr weiter, lohnt es sich, über die möglichen operativen Angebote nachzudenken. Der versierte orthopädische oder Unfallchirurg ist heute häufig in der Lage, zunächst mit einer Gelenkspiegelung (Arthroskopie) in geeigneten Fällen Linderung zu verschaffen. Immer wieder sind jedoch auch größere Eingriffe notwendig, bei denen entweder noch funktionsfähige Gelenke z. B. „umgestaltet“ werden (Hüfte, Knie).

Wenn alle Mittel ausgereizt sind, um ein verschlissenes, also arthrotisches Gelenk noch zu retten, muss der Arzt zu einer operativen Maßnahme greifen, die sich in den letzten Jahrzehnten in einer Art entwickelt hat, die so nicht vorherzusehen war, nämlich den Ersatz des erkrankten Gelenks durch ein künstliches. Diese künstlichen Gelenke werden in der Fachsprache „Endoprothesen“ genannt. Gut 450.000 davon werden derzeit jährlich in Deutschland eingesetzt.

Dabei handelt es sich um ein noch gar nicht so altes Verfahren. Zwar wurden die ersten Endoprothesen schon vor über 100 Jahren (aber nur sporadisch und auch lediglich mit äußerst bescheidenem Erfolg) eingesetzt, der Durchbruch gelang jedoch erst mit der Entwicklung moderner Materialien (wie Keramik oder Titan) in den 60er- und 70er-Jahren des vorigen Jahrhunderts für die Hüfte und gut 10 Jahre später für die Kniegelenke. In weltweit nur wenigen Ländern hat man inzwischen so viel Erfahrung mit dieser Technik, wie in Deutschland.

Es werden hauptsächlich Hüft- und Kniegelenke, aber auch Schultern und - mit deutlichem Abstand - Sprunggelenke sowie Gelenke an den Händen versorgt - mit zumeist guten Ergebnissen. Von einem geübten Arzt operiert kann der Patient davon ausgehen, dass seine Endoprothese viele Jahre durchhält und das ermöglicht, was man sich von ihr verspricht: eine gute Funktion und zumindest weitgehende Schmerzfreiheit.

Für Patienten ist das Angebot an Kunstgelenken und operativen Verfahren äußerst unübersichtlich und kompliziert. Welcher Prothesentyp ist geeignet? Sollen die Prothesenteile zementiert oder nicht zementiert werden?

Deshalb ist die vertrauensvolle Bindung an einen Spezialisten unbedingt notwendig. Hier wird der Patient untersucht, beraten, auf den Eingriff vorbereitet, operiert und schließlich sachkundig nachbehandelt.

Im Medizinforum werden alle konservativen und operativen Möglichkeiten bei der Behandlung von Arthrosen, darunter auch mit künstlichen Gelenken (Endoprothesen z. B. an Hüft-, Knie-und Schultergelenken), vorgestellt und umfassend besprochen.

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