„Marching Mellows”: Songs mit Herzblut und Tiefgang

Von: na
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Das Culture-Café bot beim Auftritt der „Marching Mellows” eine tolle Atmosphäre. Foto: Nils Aßmus

Eschweiler. Als die „Marching Mellows” am Freitagabend ihr Unplugged-Konzert mit ihrem eigenen Stück „Just another Pop Song” eröffneten, waren alle Plätze bereits seit einiger Zeit besetzt. Das Eschweiler Culture Cafe war bis in die hinterste Ecke gefüllt und gab im Kerzenschein eine perfekte Location für die vier jungen Musiker ab.

Die Sängerin und Gitarristin Katarina Radonic, Bassistin Elena Hauten, Schlagzeugerin Alisha Offergeld und Markus Hagel am Klavier besuchen gemeinsam die 13. Jahrgangsstufe der Bischöflichen Liebfrauenschule. Musik machen die drei jungen Frauen schon seit Jahren zusammen und Markus kam erst vor Kurzem mit seinem E-Piano zur Band hinzu. Ende des letzten Jahres wurde gleich eine erste CD mit dem passenden Namen „First Strike” aufgenommen, auf der der außergewöhnliche Sound der Band zu bewundern ist.

Denn eins ist bereits nach einigen Takten am Freitag Abend klar: Die Musik der „Marching Mellows” ist nicht einfach irgendein kopiertes Pop-Gedudel. In den Songs steckt mehr Tiefgang und Herzblut. Titel wie „No End” oder „Psyche against Body”, die übrigens auch auf „First Strike” zu hören sind, lassen das bereits erahnen.

Musikalisch bewegen sich die Musiker um Sängerin Katarina Radonic zwischen Grunge und bodenständigem Rock. Sie schaffen es jedoch immer wieder Klischees, sowohl musikalisch, als auch in ihren Texten zu vermeiden und gerade deshalb wirkt ihre Musik ehrlich und geradlinig, auch wenn das Vorspiel zu „Journey to nowhere” verspielt wirkt und vor allem Schlagzeug und Bass ihr musikalisches Können bei unerwarteten Rhythmuswechseln unter Beweis stellen.

Allerdings wollten Katarina, Elen, Alisha und Markus nicht nur ihre eigene Musik, sondern den Zuhörern auch mit Coversongs eine große musikalische Bandbreite präsentieren.

Auf Songs wie „All the small things” von der Punk-Band Blink 182 folgten Welthits von Lenny Kravitz und den Beatles wie „Come together”.

Bemerkenswert einfach schien der Band der Spagat zwischen den verschiedenen Musikrichtungen ihrer Coversongs zu gelingen, denn nach „Atwa” von der Alternativ-Metall-Band System of a Down folgte nahtlos „Hey Jude” der Beatles und auch „Hallelujah” von Leonhard Cohen. An dieses, wahrscheinlich eins der intensivsten Stücke der letzten Jahrzehnte, wagten sie sich heran und interpretierten das Werk auf ihre eigene Art. Markus Hagel spielte gefühlvoll die, vor mehr als 20 Jahren geschriebenen, Akkordfolgen und die fesselnde Stimme von Katarina Radonic tat ihr übriges.

Nach beinahe 90 Minuten und 17 Songs beendeten die vier ihr Konzert mit dem eigenen Song „Someone´s Life” unter lautstarkem Applaus der durchweg jungen Zuschauer.
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