Eschweiler - Männer in den besten Jahren mit Musik im Blut

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Männer in den besten Jahren mit Musik im Blut

Von: ran
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Feierten ihren 30. Geburtstag mit zahlreichen Freunden und Anhängern auf der Bühne der „Delio Arena“: „De Kröetsch“ blickten stimmungsvoll auf drei ereignisreiche Jahrzehnte zurück. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Drei Jahrzehnte „De Kröetsch“! Das heißt, 30 Jahre lang Emotionen, Frohsinn, Spaß, Stimmung und natürlich Eischwiele Fastelovend, aber auch leise(re) Töne und menschliche Tragödie.

Etwas verspätet, das „Geburtsjahr“ der „Kröetsch“ war nämlich das Jahr 1982, in dem sich übrigens auch die „Toten Hosen“ und „Die Ärzte“ gründeten, der „C64-Computer“ auf den Markt kam und Helmut Kohl Bundeskanzler wurde, hatte das Quintett mit den Gründungsmitgliedern Günther Secker und Harald „Hucky“ Weiland sowie den Nachzüglern Gregor „Evski“ Wroblowsky, Michael „Krawall“ Kaldenbach und Sebastian Schmidt Freunde und Fans zur Geburtstagsparty mit Konzert in die vollbesetzte Delio-Arena im Haus Flatten eingeladen. Kurzerhand bauten die „Frösche“ auf der Bühne ihren Proberaum auf und ließen ihre Zuhörer teilhaben an einer Reise durch eine aufregende Zeit, die mit zahlreichen musikalischen Erfolgen und noch weitaus mehr Anekdoten gepflastert war.

Zunächst einmal wurde das Publikum aber in eine der „Goldenen Regeln“ der Band eingeweiht: „Viele Präsidenten von Karnevalsgesellschaften haben die Angewohnheit, die meisten ihrer Sätze auf den Bühnen mit einem bestimmenden So zu beginnen. Das geht für uns gar nicht. Deshalb erhält jeder von uns, der während der Proben oder einem Auftritt einen Satz mit So´ beginnt, einen Strich. Und das bedeutet, eine Kiste Bier ist fällig“, berichtete Günther Secker schmunzelnd, um kurz darauf musikalisch humorvoll das Verwandtschaftsverhältnis zu Harald Weiland zu klären: Fazit: „Wir stammen beide von den Jecken ab!“

Anschließend starteten „De Kröetsch“ durch: „Bütz mich“, ein Lied aus den Anfangsjahren der Band, bildete den traditionellen Konzertbeginn, bevor das „Fastelovendspäd“ aus dem Jahr 2001 losgelassen wurde. Dem Brings-Cover „Nur mer zwei“ ließen die fünf Indestädter mit „Loss et dir jot jonn“ (2010) den ersten Song folgen, bei dem „Nesthäkchen“ Sebastian Schmidt mit an Bord war. Weiter ging die ausgelassene Fahrt, während der die ruhigeren Töne aber keinesfalls zu kurz kamen. Natürlich durfte das Kapitel „Närrische Hitparade“ nicht fehlen, schließlich konnten „De Kröetsch“ mit „Lisbeth“, „Spass em Levve“ und „Zom Fiere Jebore“ diesen Wettbewerb in den Jahren 2000, 2002 und 2003 für sich entscheiden.

Und dann: „Hallo Leo“! Der emotionalste, berührendste, schwierigste, traurigste und furchtbar-schönste Moment des Jubiläumskonzerts, die Hommage an Günter „Leo“ Meyer, langjähriges Gesicht der „Kröetsch-Familie“, der im vergangenen Jahr verstarb. Tränen auf und vor der Bühne machten deutlich, dass „Leo“ nicht vergessen ist und niemals vergessen werden wird. „Es fällt schwer, nach diesem Lied fortzufahren. Doch genau wie das Leben geht auch dieses Konzert weiter“, so Harald Weiland.

Nach den „Männern in den besten Jahren“ und „Sommer mit 18 Joor“, einem Cover des Brian Adams-Songs „Summer of 69“, wurde ein weiter Bogen zur „Kölschen Weihnacht“ gezogen. Dann servierte ein besonderer Köbes Kölsch in besonderen Gläsern. Thomas Weiland, Präsident der KG Lustige Reserve, ließ es sich nicht nehmen, „seinen“ Kröetsch zu danken. Mit der „Ehrengabe“ des Präsidenten in Form von außergewöhnlichen Gläsern und aufrichtigen Worten. „Ihr wart und seid immer für uns da und haltet der Gesellschaft die Treue. Und ihr trefft den richtigen Ton auf und neben der Bühne, als Saalband genauso wie beim Jubiläumsgottesdienst.“

Auf diese wohlverdiente „Lobeshymne“ konnte es nur eine Antwort geben: „De Kröetsch“ stimmten „In mingem Verein“ an. Dem Fastelovendsmedley mit den Klassikern „Lisbeth“, „Ömmesöns“, „Ich wor noch nie op Mallorca“ und „Heia“ folgten schließlich auf lautstarkem Wunsch des Publikums bemerkenswerte Zugaben: Peter Maffays „Nessaja“ („Ich wollte nie erwachsen sein“), „Du, uns Eischwiele“ gemeinsam mit Christian Leuchter sowie der „Bläck-Fööss“-Klassiker „Bickendorfer Büdche“.

Bevor sich das Quintett dann unters Volk mischte, um mit ihm auf die kommenden 10, 20, 30 Jahre anzustoßen, richtete „Hucky“ Weiland noch eine kleine Hommage an die Heimat der „Kröetsch“. „Man kennt uns in Köln. Dort kann man aber nur als Kölner Band groß werden. Und das wollen wir nicht. Wir sind Eschweiler!“ Gott sei Dank!

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