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Luke Mockridge punktet mit Pokemons und Harry Potter

Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung:
Luke Mockridge
Sorgt für viele Lacher im Talbahnhof: Luke Mockridge. Foto: Dirk Müller

Eschweiler. Mit seiner natürlich sympathischen Art hat Luke Mockridge schnell gepunktet. Zumal er in klassischer Stand-up-Manier mit seinem Programm „I‘m lucky, I‘m Luke“ startete. So fand der Comedian heraus, dass auch Gäste aus Koblenz und Bonn im vollbesetzten Talbahnhof weilten, oder dass der zehnjährige Leo wohl der jüngte Zuschauer war.

Ihn fragte Mockridge, „Was machst Du denn so, gehst Du noch zur Schule?“, und wurde kurz wehmütig, als er sich an seine eigene Zeit in der vierten Klasse erinnerte: „Das waren die besten drei Jahre meines Lebens.“

Mockridge zeigte sich auch durchaus interessiert an Eschweiler und der Städteregion, fragte etwa nach: „Spielt Alemannia Aachen eigentlich mittlerweile auf Asche?“ Locker, lustig und sehr schlagfertig bezog der junge Comedian das Publikum mit in sein Soloprogramm ein, was ihm viel Applaus und zahlreiche Lacher einbrachte.

Kurz berichtete er von seinem Aufenthalt in New York, wo gerade „Fashion Week“ war. „Also wenn ein Modell so dünn ist, dass man die Frau mit der Taschenlampe seines Handys röntgen kann, dann ist das nichts für mich.“ Überraschend schlüpfte Luke Mockridge mit Hilfe einer Pandabären-Maske in die Rolle des Rappers „Cro“ und lüftete ein Geheimnis.

„Ich arbeite nebenbei bei einer Zeitarbeitsfirma auf 400-Euro-Basis und bin einer von insgesamt 19 Cros. Morgen mache ich bei einer Bar Mitzwa den Cro – da freue ich mich schon drauf.“ Am Flügel, den er sich „Red Bull“ geliehen habe, denn „die verleihen ja bekanntlich Flügel“, präsentierte der Mockridge-„Cro“ nicht nur einen Song des Rappers in abgewandelter Form, sondern auch eine einfühlsame Panda-Ballade, die sich schnell als die Titelmelodie der „Gummibärenbande“ entpuppte. Köstlich erinnerte er im Verlauf des kurzweiligen Abends an die Mangas der 90er sowie an sein „Tamagotchi“, das „tierischen Durchfall hatte“, „zappte“ humoristisch von „Pokemons“ zu „Harry Potter“.

Mit vielerlei Geschichten aus seiner Kindheit und Jugend, die er mit seinen fünf Brüdern verbrachte, unterhielt Mockridge das überwiegend junge Publikum im Talbahnhof glänzend. Auch heute noch sei seine Familie mitunter spaßig, etwa wenn sein Vater ihn bestürzt anrufe und sagt: „Junge, ich hab‘ das Internet gelöscht!“ Auch der Weihnachtswunsch seines Vaters sorgte für Amüsement. „Er wollte, dass wir alle Geld zusammenlegen, damit er sich auch so ein Facebook kaufen kann“, beschrieb Mockridge Junior, um anschließend über seine Großmutter zu sprechen.

„Meine Oma hat endlich akzeptiert, dass ich schwul bin“, leitete der smarte Spaßmacher ein, und die zahlreichen weiblichen Fans im Talbahnhof hielten geschockt die Luft an. „Das Problem ist nur, ich bin es gar nicht“, löste Mockridge die Situation in Wohlgefallen der jungen Damen im Publikum auf. Er habe es seiner Oma auch erklärt: „Ich bin hetero, ich steh‘ auf Frauen.“ Worauf sie geantwortet habe: „Das ist nur eine Phase, das geht vorbei.“ Ob am geliehen Flügel, mit vorbereiteten Pointen, singend an der Akustikgitarre oder schlagfertigen Scherzen aus dem Stegreif – Luke Mockridge unterhielt sein Publikum sehr gut, und am Ende waren auch alle Gäste „lucky“.

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