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Lücken in Versorgung geistig Behinderter

Von: ran
Letzte Aktualisierung:

Eschweiler. Auch und gerade Menschen mit geistiger Behinderung werden krank. Doch wie sieht es mit ihrer medizinischen Versorgung aus?

Zu diesem Thema referierte Rudolf Henke, NRW-Landesvorsitzender des Marburger Bundes und stellvertretender Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion während der Sitzung der geschäftsführenden Arbeitsgruppe des Landesverbandes von Eltern-, Angehörigen- und Betreuerbeiräten in Werkstätten und Wohneinrichtungen für Menschen mit geistiger Behinderung in Nordrhein-Westfalen (LVEB). Sie fand am Samstag in den Räumen der Caritas-Behindertenwerk GmbH an der Aachener Straße statt.

„In Deutschland leben derzeit rund eine halbe Million Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung, die einer besonderen Versorgung bedürfen. Unser Gesundheitssystem weist in dieser Hinsicht jedoch Mängel auf”, betonte der Arzt für Innere Medizin, der auch am St.-Antonius-Hospital beschäftigt war, gleich zu Beginn seines Vortrags.

Erheblich dramatisiert werde die Situation durch die immer mehr ausufernde „Minutenmedizin”, die Ärzten kaum noch Gelegenheit gebe, sich in Ruhe mit dem Patienten zu beschäftigen. „Die Untersuchung eines Menschen mit geistiger Behinderung dauert nun einmal länger, da die Kommunikation mit einem solchen Patienten kompliziert ist, er kaum mitteilen kann, ob und wo er Schmerzen hat und wie stark diese sind. Dies macht die Diagnostik im Vergleich zu Patienten ohne geistige Behinderung ungleich schwieriger.” Um Verbesserungen zu erreichen, sei öffentliche Fürsprache unabdingbar.

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