Eschweiler - Liebfrauenschule: Literaturkurs spielt „Jedermann” aus Frings´scher Feder

Liebfrauenschule: Literaturkurs spielt „Jedermann” aus Frings´scher Feder

Von: ran
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Beleuchten das Leben des Herrn „Jedermann”: die Schüler des Literaturkurses der 12. Jahrgangsstufe der Bischöflichen Liebfrauenschule. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Die Vorlage ist der „Jedermann”, doch alltäglich werden die Aufführungen des Literaturkurses der 12. Jahrgangsstufe der Bischöflichen Liebfrauenschule, die am Dienstag, 26. Mai, und am Donnerstag, 28. Mai, jeweils um 19.30 Uhr stattfinden, keinesfalls.

Erstens stammt das Stück mit dem Titel „Jedermann als Mann von Welt - das moderne Spiel von Macht und Geld” aus der Feder von Kursleiter Heinz-Theo Frings, zweitens sind für Schauspieler und Zuschauer gleich zwei Ortswechsel angesagt. Die ersten beiden Akte werden in der Schulkapelle präsentiert, wo das Stück mit dem 5. Akt auch enden wird. Während der Akte 3 und 4 bewegen sich die Jungschauspieler auf der Bühne der Aula.

„Ich habe den Jedermann vor zwei Jahren in Salzburg gesehen und war genau wie der Originalautor Hugo von Hofmannsthal, der sein Drama zu Beginn des 20. Jahrhunderts verfasste, der Meinung, dass das Stück in neuen Zeiten neu verfasst werden müsse”, erklärt Heinz-Theo Frings seine Beweggründe. Dass seine Fassung jedoch einmal von einem Literaturkurs der Liebfrauenschule aufgeführt würde, hätte sich der Lehrer bis vor einigen Monaten nicht träumen lassen. „Ich habe den Schülern verschiedene Stücke vorgestellt. Und sie haben sich für den Jedermann, allerdings nicht in seiner Original-, sondern in meiner Neufassung, entschieden”, so der Kursleiter.

Seit Februar wird das Stück, in dem die Weisung Gottes an den Tod, das üppige Leben des reichen Herrn Jedermann zu beenden und ihn zur Umkehr und Reue zu bewegen, im Mittelpunkt steht, geprobt. „Zu Beginn standen wir, mit unseren Textheften bewaffnet, unbeweglich auf der Bühne herum. Wir mussten erst lernen, aus uns herauszukommen”, blickt Schülerin Caroline Gulba zurück.

„In meiner Fassung habe ich versucht, neben dem religiösen den psychologischen Aspekt herauszuarbeiten. Es gibt nämlich viele Arten der Rücksichtslosigkeit, bei denen auch, aber nicht immer Geld eine Rolle spielt”, macht Heinz-Theo Frings deutlich.

Einen wichtigen Aspekt spielt auch die Persönlichkeitslehre des „Enneagramms”, die davon ausgeht, dass Menschen von frühester Kindheit an bestimmte Charaktereigenschaften haben, die sich im Laufe des Lebens zwar relativieren, mischen und entwickeln, im Grunde aber bestehen bleiben. So wird der „Jedermann” auch von drei Schauspielern (Andreas Wings, Sebastian Jäger, Matthias Wellens) dargestellt, die sich stets gleichzeitig auf der Bühne befinden. „Jeder Darsteller repräsentiert die unterschiedlichen Charakterzüge des Jedermanns”, so der Kursleiter.

Karten für die zweite Aufführung sind noch im Schulsekretariat, 70450, zu erhalten.
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