Eschweiler - Leserkonferenz: Was ist neu, was ist gut und was muss sich noch tun?

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Leserkonferenz: Was ist neu, was ist gut und was muss sich noch tun?

Von: Thomas Vogel
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Zehn Leser, die im vergangenen Oktober über Inhalt und Aufmachung des Eschweiler Lokalteils unserer Zeitung diskutiert haben: Beim zweiten Treffen wird darüber gesprochen, was sich seitdem verändert hat, ob es gut ist und was sich künftig noch ändern könnte. Außerdem wurden Themenbereiche vorgeschlagen, zu denen die Leser eine Berichterstattung für nötig halten.
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Zehn Leser, die im vergangenen Oktober über Inhalt und Aufmachung des Eschweiler Lokalteils unserer Zeitung diskutiert haben: Beim zweiten Treffen wird darüber gesprochen, was sich seitdem verändert hat, ob es gut ist und was sich künftig noch ändern könnte. Außerdem wurden Themenbereiche vorgeschlagen, zu denen die Leser eine Berichterstattung für nötig halten. Foto: Thomas Vogel
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Zehn Leser, die im vergangenen Oktober über Inhalt und Aufmachung des Eschweiler Lokalteils unserer Zeitung diskutiert haben: Beim zweiten Treffen wird darüber gesprochen, was sich seitdem verändert hat, ob es gut ist und was sich künftig noch ändern könnte. Außerdem wurden Themenbereiche vorgeschlagen, zu denen die Leser eine Berichterstattung für nötig halten. Foto: Thomas Vogel
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Zehn Leser, die im vergangenen Oktober über Inhalt und Aufmachung des Eschweiler Lokalteils unserer Zeitung diskutiert haben: Beim zweiten Treffen wird darüber gesprochen, was sich seitdem verändert hat, ob es gut ist und was sich künftig noch ändern könnte. Außerdem wurden Themenbereiche vorgeschlagen, zu denen die Leser eine Berichterstattung für nötig halten. Foto: Thomas Vogel

Eschweiler. Die Leser haben uns gelobt, die Leser haben uns kritisiert – wir haben danach gefragt. Im Oktober vergangenen Jahres sind auf der ersten Leserkonferenz zwölf Leser aus Eschweiler auf Einladung von Chefredaktion und indestädtischer Lokalredaktion zum Dialog zusammengekommen.

Das Treffen im Verlagshaus in Aachen sollte jedoch kein einmaliges Ereignis bleiben – es war ein Start.

Am Donnerstag, rund fünfeinhalb Monate später, war es an der Zeit, eine erste Bilanz zu ziehen und sich zu fragen: Was haben wir verbessert, welche Anregungen der Leser umgesetzt, was könnte noch verändert werden?

Nach dem ersten Treffen hatten Gastkommentare Einzug in den Eschweiler Lokalteil von Aachener Zeitung und Aachener Nachrichten gehalten. Eine neues Element, mit dem sich die Eschweiler Mannschaft, Lokalchef Rudolf Müller und die Redakteure Patrick Nowicki und Tobias Röber, mit Blick auf die Auswahl der Autoren und die Länge der Kommentare auseinandergesetzt haben. Mit seiner Kritik wegen eines besonders umfangreichen Gastkommentars – „Im ersten Moment war ich erschrocken über die Länge“ – stieß Leser Erwin Emmerich auf Verständnis bei den Redakteuren. Es gebe eine Vorgabe, was den Umfang des Gastkommentars angehe und der Autor habe eine Rückmeldung zu dem Kommentar bekommen, bestätigte Redakteur Patrick Nowicki auf die Frage von Leser Josef Körfer.

Die Form ist gefunden, inhaltlich stößt der andere Blick auf unterschiedlichste Dinge im Lokalteil bei den Lesern auf großes Interesse. Lehrer Thomas Quilitz beispielsweise über den Gastkommentar zum Thema Integration von Tatiana Senchenkova, die bei der Stadt zuletzt mit einem Europaworkshop zu Migration und Integration befasst war: „Das ist toll, den kann ich im Unterricht verwenden. Bitte mehr davon.“ Der Leserwunsch ist Redakteursbefehl. Sicher nicht immer, aber immer wenn es machbar und sinnvoll ist. In diesem Fall nicht einfach, erklärte Lokalchef Rudolf Müller: „Autoren für Gastkommentare zu finden, ist manchmal nicht so leicht, weil eine solche öffentliche Meinungsäußerung für viele eine Hemmschwelle darstellt.“

Breite Palette von Themen

Und sonst? Haben Sie sich mit ihren mit ihren Anregungen und ihrer Kritik im Blatt wiedergefunden, liebe Teilnehmer der Leserkonferenz? „Teilweise“, war die Antwort von Dietrich Wagner. Das Tagebuch sei das erste, was er nach Aufschlagen der Zeitung lese. Er wünschte sich bei der ersten Leserkonferenz, dort immer einen klaren Eschweiler Bezug zu finden. Mit einem Kompliment bestätigte er: Wenn die Stammbelegschaft der Lokalredaktion das Tagebuch füttert, klappt‘s.

Als weniger glücklich empfand er die jüngste Darstellung der Arbeitslosenzahlen. Von Chefredakteur Bernd Mathieu und seinem Stellvertreter Erich Behrendt erntete er Zustimmung. Den Informationswert der Grafik müsse man intern besprechen.

Im Laufe des Abends im Bistro De Ville, das auf Einladung von Leserkonferenz-Teilnehmerin Anita Kloth als Kulisse der zweiten Ausgabe diente, kristallisierten sich Themenkomplexe heraus, die in Eschweiler offenbar unter den Nägeln brennen. Die Sauberkeit ist einer von ihnen. Das sich in Eschweiler in dieser Hinsicht viel tun muss, war in der Leserrunde Konsens. Offensichtlich vor allem am Bahnhof. Willi Scheller: „Bürger erklären sich bereit, den Bürgersteig sauberzumachen, aber die Bahn sagt sein.“ Und Dietrich Wagner: „Ich lasse keinen Besucher in Eschweiler am Bahnhof aussteigen. Man schämt sich ja. Lieber hole ich meine Gäste in Köln oder Aachen ab.“ Ein Thema, um das sich das Eschweiler Lokalteam kümmern wird. Das gilt auch für Integration, das Angebot für Senioren und die Kultur in der Inde-stadt.

Offensiv nachfragen

Die Leser zu beteiligen wird auch in den nächsten Wochen, etwa wenn das Thema Kommunalwahl im Lokalteil eine große Rolle spielt, eine Prämisse der Redakteure sein. Mit dem Projekt Lesermeinung habe man gute Erfahrungen gemacht, deshalb wolle man offensiv auf Leser zugehen. Je mehr Eingaben der Leser, mit denen die Politiker konfrontiert werden können, umso spannender werde der Wahlkampf im Blatt, erklärte der Chef des Städteregionsdesk René Benden.

Bisher – jetzt – künftig: Was in unserem Blatt gut oder schlecht war, was beibehalten wird, was es Neues geben könnte sind Fragen, deren Beantwortung die Leser in der Konferenz beeinflussen. Wie lautet nach der zweiten Ausgabe der Leserkonferenz nun das abschließende Fazit? Einfache Antwort: Es gibt keines. Abschließend kann ein Fazit in diesem Fall nämlich nicht sein. Der Prozess geht weiter. Die Einladung von Chefredakteur Mathieu steht: „Wenn Sie Ideen haben: einfach melden.“ Der Termin für ein nächstes Treffen steht noch nicht fest. Dass es eines geben wird, ist sicher.

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