Leichtsinnige „Streiche” in der Mainacht können böse Folgen haben

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Eschweiler. Die Feiern zum 1. Mai nehmen die Jugend- und Ordnungsämter in der Städteregion sowie die Polizei gemeinsam zum Anlass, auf die Belange des Jugendschutzes und die Einhaltung der entsprechenden gesetzlichen Regelungen hinzuweisen.

In diesem Zusammenhang sind insbesondere Gewerbetreibende, Veranstalter, Vereine sowie Eltern dazu aufgerufen, ihre Verantwortung gegenüber Kindern und Jugendlichen wahrzunehmen und das Jugendschutzgesetz insbesondere in punkto Abgabe und Konsum von Alkohol unbedingt zu beachten.

Maischerze sind erlaubt - Straftaten aber nicht! Traditionell werden in der Nacht zum 1. Mai „Streiche” verübt. Oft lustige, originelle, kreative, leider aber auch dumme, mit Sachbeschädigungen und Gefährdungen verbundene Straftaten.

Teilweise aus Leichtsinn, Übermut oder wegen alkoholbedingter Fehleinschätzung scheint einigen dann die Kenntnis über den Unterschied zwischen Maischerz und Straftat abhanden zu kommen. Diese traurige Erfahrung muss leider alljährlich mit zunehmender Tendenz gemacht werden.

Besonders an Jugendliche richtet sich deshalb die dringende Bitte, in der Mainacht Sachbeschädigungen, Körperverletzungen und sonstigen groben Unfug zu unterlassen, damit es im Nachhinein nicht zu einem polizeilichen Nachspiel kommt.

Im übrigen muss das Aufhängen von Maiherzen oder Maibäumen nicht mit lautem Getöse und Gegröle vonstatten gehen.

Vermehrt ist es in den vergangenen Jahren zu schweren Unfällen mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen beim Transport von Maibäumen gekommen, bei denen Jugendliche nicht unerheblich verletzt wurden. Wichtig ist, dass alle Fahrzeuge, mit denen Personen transportiert werden, auch dafür straßenverkehrsrechtlich zugelassen und verkehrssicher sind.

Dazu gehören u.a. der sichere Einstieg auf die Ladefläche, die Absicherung der Ladefläche gegen Herabstürzen von Personen durch entsprechend hohe Brüstungen und die sichere Verankerung von Sitzgelegenheiten auf der Ladefläche sowie die sichere und feste Lagerung von Getränkekästen usw.

Alle Fahrzeuge, die normalerweise nicht zum Transport von Personen zugelassen sind, müssen in der Mainacht - wie bei Karnevalsumzügen auch - nach einem entsprechenden TÜV-Gutachten zum Einsatz von Fahrzeugen bei Brauchtumsveranstaltungen ausgestattet sein. Ansonsten besteht weder die Zulassung für den öffentlichen Straßenverkehr noch Versicherungsschutz!

Die Ansprechpartner des TÜV können bei der Technischen Prüfstelle Aachen sowie bei der Straßenverkehrsbehörde in Erfahrung gebracht werden.

Insgesamt gilt: Jugendschutz ist nicht alleine eine Aufgabe der damit betrauten Behörden wie Polizei, Ordnungsamt oder Jugendamt. Es gilt sowohl für Eltern, ihrer Vorbildfunktion gerecht zu werden als auch für Gewerbetreibende, Veranstalter und Vereine, Verantwortung zu übernehmen, denn: „Jugendschutz geht alle an!”
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