Eschweiler - Lebensfreudige Rhythmen auf selbst gebauten Trommeln im Haus St. Josef

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Lebensfreudige Rhythmen auf selbst gebauten Trommeln im Haus St. Josef

Von: ran
Letzte Aktualisierung:
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Musik, Rhythmus, Lebensfreude: Die Trommler des Hauses St. Josef, deren Projekt nun auch Dank der Spende des Fördervereins für die Rehabilitation psychisch Kranker und Behinderter, die Markus Renner (hinten, 4. v. r.) überbrachte, fortgeführt werden kann. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Sie sind laut, geben den Rhythmus vor und spiegeln Lebensfreude wieder: afrikanische Trommeln. Seit über einem halben Jahr läuft im Haus St. Josef – Kinder-, Jugend- und Familienhilfe – ein „Trommel-Projekt“.

Im April ging Trommel-Lehrer Karim Camara in alle Gruppen der Einrichtung, um das Projekt sowohl den Jugendlichen als auch den Mitarbeitern der Einrichtung vorzustellen. „So kamen alle Menschen des Hauses mit den Trommeln in Berührung“, sagt Ingo Müller, Leiter des Freizeitbereiches des Hauses St. Josef.

Wer Lust hatte, beim Projekt mitzumachen, war herzlich eingeladen, in den Wochen vor den Sommerferien eigenhändig Trommeln zu bauen und sie auch mit Ziegenfell zu beziehen. „So entstanden 17 Instrumente, die auch noch gestimmt wurden“, berichtet der Pädagoge. Nach einer Trommeleinlage während des Sommerfestes der Einrichtung ging es nach den Sommerferien dann ans Eingemachte. Unter der Anleitung von „Vortrommler“ Kader Camara, Namensvetter von Karim, treffen sich seitdem einmal pro Woche bis zu 23 Kinder und sechs Mitarbeiter, um gemeinsam zu trommeln. „Und haben dabei mächtig Spaß“, wie Ingo Müller sagt.

Und die Trommelei soll weitergehen. War das Projekt ursprünglich bis Weihnachten konzipiert, wird es nun im kommenden Jahr fortgeführt. Dies ist nicht zuletzt wegen einer 2000-Euro-Spende des Fördervereins für die Rehabilitation psychisch Kranker und Behinderter möglich, die Markus Renner, pädagogischer Leiter des Vereins, nun überbrachte. Und so kam der Verein auf die Trommelgruppe: „Seit 30 Jahren ist der Förderverein aktiv. Im Jahre 1995 gründeten wir eine Firma, in der unsere Patienten halbtags einer Arbeit nachgehen. Einige Jugendliche des Hauses St. Josef absolvierten dort ihre Praktika. So entstand die Verbindung zwischen beiden Institutionen“, berichtet der Diplom-Sozialarbeiter, der überzeugt ist, dass das Geld an der richtigen Stelle investiert ist. Renner: „Ich glaube, besser ist eine Spende nicht einsetzbar.“

Voller Freude nahmen Ingo Müller, Kader Camara und dessen Schützlinge die Spende entgegen. „Unser Ziel ist es auch, mit Hilfe dieses Projekts die Neugierde der Kinder und Jugendlichen auf andere Kulturen zu wecken“, sagt Müller. Neben dem Trommeln sollen in nächster Zeit auch Gesänge und ein kleines Theaterstück das Projekt ergänzen. „Darüber hinaus würden wir gerne noch zwei oder drei weitere Trommeln anschaffen“, hat Ingo Müller Pläne für die nahe Zukunft.

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