„Lautstark” verdient seinen Namen völlig zu Recht

Von: zsa
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Ob a cappella oder mit Band, ob ruhig oder rockig: Der Jugendchor „Lautstark” von St. Severin Weisweiler begeisterte bei seinem Konzert das Publikum in der Weisweiler Festhalle. Foto: Sandra Ziemons

Eschweiler. Seinem neuen Namen machte der Jugendchor „Lautstark” von St. Severin Weisweiler bei seinem Konzert am Freitagabend in der vollbesetzten Festhalle Weisweiler alle Ehre. Unter dem Titel „Ohrwurm” präsentierten die 26 jungen Sängerinnen und Sänger unter Leitung von Marc Schmitz bekannte und vielleicht auch weniger bekannte Stücke auf ihre ganz besondere Art und Weise.

Unterstützt wurde der Jugendchor bei seinem Konzert wie immer vom Kinderchor St. Severin Weisweiler, der unter Leitung von Norbert Hoersch sein Können bewies. Als Dank gab es vom Jugendchor nicht nur eine kleine Aufmerksamkeit für die Nachwuchssängerinnen und -sänger, sondern auch das große Kompliment, dem Abend „einen gebührenden Auftakt” verliehen zu haben.

„Hungriges Herz”

In der ersten Hälfte des fast dreistündigen Konzerts zeigte der Jugendchor zunächst, dass er auch a cappella „lautstark” sein kann. Bereits mit dem ersten Stück, „Gota” von der „Real Group”, einem schwedischen A-cappella-Ensemble, zog der Chor das Publikum in seinen Bann. Mit „Hungriges Herz” von Mia überzeugten die Sängerinnen und Sänger nicht nur mit ihrer Interpretation des Hits, sondern komplettierten ihre Gesangsdarstellung durch eine durchdachte Choreographie. Es folgten das „Commercial Medley”, ein Medley aus Liedern von Free Design und den Chordettes, sowie der Song „Wie kann es sein” von den Wise Guys, deren Musik zum festen Repertoire des Chores zählt. Für eine besondere Überraschung sorgte der Jugendchor dann beim anschließenden „Ärzte-Medley” mit Songs der Band „Die Ärzte”. Denn wo es im bekannten „Ärzte”-Lied „Westerland” eigentlich um die Stadt auf Sylt geht, dreht sich beim Jugendchor natürlich alles um die Insel Ameland, die die Jugendlichen regelmäßig jedes Jahr besuchen und nun mit Leidenschaft besangen. Mit einem Riesenapplaus vor der Pause zeigte das Publikum, dass es Lust auf mehr hatte.

Wie abwechslungsreich ihr Programm ist, bewiesen die Sängerinnen und Sänger des Jugendchores dann in der zweiten Konzerthälfte. Sie hatten nicht nur ihre schicken schwarzen Outfits gegen buntere Kleidung getauscht, sondern präsentierten nun, begleitet durch die Band „Jukebox Heroes”, poppigere und rockigere Musikstücke. Als „Disney´s Latest Earwigs” gab der Jugendchor - nun erstmals auch mit einigen Soli - einen Auszug aus Ohrwürmern („Earwig” = engl. „Ohrwurm”) aus Disney-Filmen zum Besten. Dabei sorgte speziell die Choreographie zu „Hakuna Matata” aus dem Film „Der König der Löwen” für schallendes Gelächter im Publikum, als die männlichen Chormitglieder passend zum Gesang mit großen Pflanzenblättern wedelten. Ein weiteres Highlight war sicherlich das Medley aus verschiedenen Sitcom-Themes, wie zum Beispiel den Intro-Klängen aus den TV-Serien „Gilmore Girls”, „Two and a half Men” und „Friends”. Mit dem Stück „Psalm 68 (Let our God arise)” von Kirk Franklin trug der Jugendchor „Lautstark” von St. Severin Weisweiler auch seiner kirchlichen Zugehörigkeit Rechnung. Zum Abschluss wollte es sich Chorleiter Marc Schmitz nicht nehmen lassen, dem 2009 verstorbenen Michael Jackson sein eigenes Tribute zu widmen, mit einem Medley aus Erfolgsliedern aus Jacksons Anfangszeiten bei den „Jackson Five”, wie „I´ll be there”, „ABC” und „Don´t blame it on the boogie”.

Die vom Publikum selbstverständlich „lautstark” geforderte Zugabe musste allerdings zunächst warten, denn als weiteren Programmpunkt gab es einen Auftritt der Aachener A-cappella-Band „Mit ohne Alles”. Mit ihren ideenreichen eigenen Songs sowie ihren Interpretationen des Klassikers „Hotel California” von den „Eagles” sowie des Charthits „I´m yours” von Jason Mraz kamen die fünf Sänger ebenfalls bestens beim Weisweiler Publikum an.

Dann wurde es für den Jugendchor Zeit, sich mit einer Zugabe zu verabschieden. Unterstützt von „Mit ohne Alles” setzten die jungen Sängerinnen und Sänger stimmgewaltig mit dem Charterfolg „Never forget” von „Take That” einen äußerst gelungenen Schlusspunkt unter ein beeindruckendes Konzert.
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