Laute Trommeln werben für Austausch der Kulturen

Von: lbe
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Kamaka 2012: Beim togolesische
Kamaka 2012: Beim togolesischen Kulturtag in der Festhalle Kinzweiler wurde einen Tag und eine Nacht lang gefeiert. Foto: Laura Beemelmanns

Eschweiler. Der Klang der Trommeln schallte lautstark durch den gesamten Kinzweiler Festsaal. So impulsiv und kräftig, dass dieses stimmungsvolle Ambiente nicht nur im Inneren der Halle, sondern auch noch vor dem Eingang zu spüren war. Wenngleich das eine oder andere Trommelfell auch darunter litt, versetzten die Klänge und insbesondere der Geruch afrikanischer Speisen die Gäste aus aller Welt in Feierlaune.

Es wird viel getanzt

„Wir essen gerne scharfe Speisen, Reis mit Fleisch zum Beispiel”, erklärte Pressewart des Kezebidi-Vereins, Camus Ali. Zudem werde viel getanzt, geredet und gefeiert. Beim 7. togolesischen Kulturtag „Kamaka” wurden hunderte Gäste aus Belgien, Frankreich, Irland, Deutschland, den Niederlanden und vielen anderen Ländern erwartet. „Wir rechnen mit rund 2000 Leuten”, so der Vorsitzender des Kezebidi-Vereins und Veranstalter, Abass Issifou. Und der Andrang werde in jedem Jahr größer. „Bald wird die Halle nicht mehr ausreichen”, scherzte Issifou.

Per Post, im Internet oder via Mundpropaganda wurde der Termin in die Welt gerufen und nahezu im Minutentakt fuhren Autos vor. Ihnen entstiegen Menschen aller Altersklassen, und allesamt waren sie in prächtige Gewänder gehüllt. Das togolesische Kulturfest begann mit Einwanderern aus West-Afrika, Togo, die in den 90er Jahren nach Deutschland kamen. Seitdem versuchen die Togolesen die deutsche Kultur kennen zu lernen und den Menschen in Deutschland ihre Kultur näher zu bringen. Ein Tag lang wurde also in Kinzweiler gefeiert.

Der Erfolg spricht für sich. „Die Integrationsarbeit in Eschweiler ist spitze”, erklärte Abass Issifou. Die Stadt sei offen, hilfsbereit und der togolesische Kulturtag stets willkommen. Das sei nicht immer so und im Vergleich zu anderen Städten steche Eschweiler in dieser Hinsicht stets heraus.

Bunte Kleidung

Dass dieser Tag „imposante Bilder” biete, wusste auch der Bürgermeister und Schirmherr der Veranstaltung, Rudi Bertram. Die togolesische Kultur ist und bleibt eine andere. Der Umgangston ist lauter, als wir ihn hierzulande vielleicht gewohnt sind. Die Kleidung ist bunter, ausgefallener, der Haarschmuck faszinierender als in Deutschland. Die Gerichte riechen würziger und auch die Tänze unterscheiden sich von den unseren. Doch gerade das macht diesen Tag so besonders. Er lehrt uns offen zu sein, offen für die anderen Kulturen.
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