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Langwahn bleibt kaputt - weil der Bahnbetreiber das so will

Von: sh
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Für Norbert Pesch ein wahrer Schildbürgerstreich: Der Bahnbetreiber der Talstrecke untersagt der Baufirma, die letzten Meter Straßendecke am Langwahn zu schließen. Foto: Stefan Herrmann

Eschweiler. Für Norbert Pesch ist es ein Schildbürgerstreich allererster Güte. Direkt vor den Schaufenstern seines Geschäfts „Druck + Design” am Langwahn tut sich nämlich derzeit ein über zehn Meter langes Dreckloch über die Breite einer Fahrbahnhälfte auf, obwohl schon längst alles hätte fertig sein können.

„Unglaublich”, schüttelt er den Kopf und zeigt auf den Stein des Anstoßes. Denn die Mitarbeiter der Baufirma Dohmen, die derzeit die aufwendigen Sanierungsarbeiten auf der Großbaustelle durchführen, dürfen die letzten Meter des Langwahns nicht schließen. Unter Androhung einer Geldstrafe hat der Bahnbetreiber dies untersagt.

Das wiederum löst bei Norbert Pesch Unverständnis aus. „Denn die Bahn fährt seit einigen Tagen noch nicht einmal.” Von Gefahr könne also überhaupt keine Rede sein.

Für den Anwohner zeigt sich hier der Bürokratiewahnsinn, wie er immer mehr Überhand nimmt. „Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?”, fragt er mit ironischem Unterton. Denn so müsse das komplette Gerät ein weiteres Mal herangeschafft werden. „Das treibt dann die Kosten wieder in die Höhe. Eine Verschwendung sondergleichen!”

Warum hier keine Genehmigung für die zügige Fertigstellung der Straßendecke erteilt werden könne, erschließe sich ihm nicht. „Der Dreck vor der Tür ist mir dabei egal. Aber dass nun gewartet wird, bis die Euregiobahn wieder fährt und dann auch wieder ein zusätzlicher Sicherheitsposten an den Schranken abgestellt werden muss, bleibt mir unerklärlich”, kritisiert der Anwohner das wenig bürgerfreundliche Prozedere, das zudem zusätzliche Steuergelder koste.
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