„Land unter” in der ganzen Stadt: Selbst die Feuerwache lief voll

Von: aj/irmi
Letzte Aktualisierung:
unwetter5_
Wasser ohne Ende: Besonders die Kölner Straße war heftig überschwemmt. Die Straße zwischen Weisweiler und Langerwehe war bis Sonntagmorgen komplett gesperrt. Foto: Ralf Roeger

Eschweiler. Die indestädtische Feuerwehr kommt nicht zur Ruhe: Am Samstag musste sie erneut Gesamtwehralarm für alle Einsatzkräfte auslösen und zusätzlich weitere Kräfte des THW Eschweiler sowie der Feuerwehr Stolberg anfordern. Jeder verfügbare Mann war auf den Beinen, jedes Fahrzeug bereits aus der Garage.

Als das Unwetter am Samstag gegen 17.20 Uhr die Indestadt erreichte, stand die Alarmglocke in der Feuerwache am Floriansweg nicht still. „Land unter” meldeten Bürger aus Weisweiler, Hücheln, Nothberg, Stadtmitte und Dürwiß.

Besonders arg betroffen waren die Ortsteile Weisweiler und Nothberg. In Weisweiler war ein Einsatzschwerpunkt im Bereich der Kölner Straße, wo Teile der neuen Euregiobahnstrecke Richtung Langerwehe vom Wasser unterspült wurden. Bis gegen 1 Uhr in der Nacht waren hier Helfer vom THW sowie der EVS mit Sicherungsmaßnahmen beschäftigt.

Schlimm sah es ebenfalls auf der Kölner Straße aus, die auf einer Länge von etwa 200 Meter von Schlamm überzogen war, so dass die Verkehrsader bis Sonntagmorgen 6 Uhr komplett gesperrt werden musste. Männer der Feuerwehr sowie später einer Privatfirma reinigten die Straße die gesamte Nacht hindurch.

Ansonsten standen in Weisweiler, Hücheln und Nothberg viele Keller unter Wasser. Und auch in der Hüchelner Straße, Eisenmühlenstraße, Cäcilienstraße und in der Straße Am Omerbach staute sich das Wasser.

An der Heisterner Straße drohte die Bahnunterführung unterspült zu werden, so dass diese zeitweise gesperrt werden musste. In Zusammenarbeit mit dem Notfallmanager der Bahn konnte eine Gefährdung der Bahnstrecke ausgeschlossen und die Straße am Abend wieder freigegeben werden. Im Bereich Dürwiß und Stadtmitte wurden geflutete Keller gemeldet, lediglich in der Gartenstraße kam es zur Überflutung der Straße.

Aufgrund der Vielzahl parallel gestarteter Notrufe kam es teilweise zu längeren Wartezeiten bei den betroffenen Bürgern. In der Einsatzzentrale am Florianweg wurden die einlaufenden Hilferufe durch einen zehnköpfigen Einsatzstab koordiniert. Als Reaktion auf die Vielzahl der Einsatzmeldungen wurden daher das THW Eschweiler sowie die Feuerwehr Stolberg um weitere Unterstützung gebeten.

110 Wassereinsätze

Insgesamt wurden durch die eingesetzten Kräfte im Zeitraum von 17.25 bis 6.30 Uhr rund 110 Einsätze abgearbeitet. Hierbei wurden den externen Kräften teilweise Führungskräfte der Feuerwehr Eschweiler zugeordnet, um diese im gesamten Stadtgebiet einzusetzen. Bewährt haben sich bei diesem Einsatz erneut die beiden Abrollbehälter „Sand”, mit denen schnell eine Vielzahl an Sandsäcken an die jeweiligen Einsatzstellen gebracht werden konnten. Zudem fuhr die Feuerwehr 30 Einsätze im Rettungsdienst und leistete Hilfe bei zwei Verkehrsunfällen.

Dessen nicht genug, blieb auch die Feuerwehr nicht vom Unwetter verschont. So stand der Heizungskeller der Feuer- und Rettungswache am Floriansweg unter Wasser und musste leergepumpt werden.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert