Eschweiler - Lagerfeuermusik: Aachens Spaß-Trio im Talbahnhof

Lagerfeuermusik: Aachens Spaß-Trio im Talbahnhof

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Das Lagerfeuertrio: Bernd Weiss an der Gitarre, Heiko Wätjen am Kontrabass und Yann le Roux an der Percussion.

Eschweiler. Wie bitte? Lagerfeuermusik? Genau, Lagerfeuermusik, und wer jetzt an Sommerurlaub, Strand und braungebrannte Typen denkt, die nur mit Gitarre und Stimmbändern bewaffnet die Herzen der anwesenden Damen im Sturm erobern, liegt genau richtig.

Durchaus vergleichbare Szenen spielen sich nämlich seit 2005 überall dort ab, wo Bernd Weiss (Gitarre), Heiko Wätjen (Kontrabass) und Yann le Roux (Percussion) auftauchen, um mit ihrer einzigartigen Musikperformance abzuräumen. Am Freitag, 22. August, schlägt das Lagerfeuer-Trio „seine Zelte“ ab 20 Uhr im Kulturzentrum Talbahnhof auf.

Von Tokyo bis zur Eckkneipe

Aufgetaucht sind die Musiker schon so ziemlich überall, vom „German Fest“ in Tokyo über große Stadtfestbühnen vor 3000 Leuten bis zur Kneipe um die Ecke oder dem Wohnzimmer ihres Nachbarn.

Nach dem Motto „Geht nicht, gibt‘s nicht“ spielen die drei alles, was nicht niet- und nagelfest ist, von Wanderklampfenklassikern bis zu Songs, die man von einer derart spartanischen Besetzung niemals erwartet hätte.

Standup-Comedy

Unterbrochen wird das ganze immer wieder von spontanen Standup-Comedy-Einlagen, in denen sich die Band auch gerne mal selbst auf die Schippe nimmt, und auch Publikumswünsche bleiben selten unberücksichtigt. Natürlich kommt auch der männliche Teil des Publikums nicht zu kurz, denn, meine Herren – die Mitgrölgelegenheiten sind zahlreich und ausgedehnt, und ein besserer Soundtrack zur Einnahme einiger Kaltgetränke ist nur schwer vorstellbar. „Das ist doch mit Sicherheit vollkommen unbezahlbar?!“, denkt man jetzt.

Schattendasein

Für ihre Veranstaltung mag das zutreffen, für ihr Budget aber nicht! Bernd Weiss, Gesang und Gitarre, hat die Straßenmusik aus ihrem Schattendasein befreit. Mit Witz und Charme zerstörte er das Image des bettelnden Studenten mit der Wandergitarre und kreierte die neue Samstagabend-Show für gelangweilte Innenstadt-Flaneure. Viele erinnern sich noch an unvergessene Abende in der Aachener und Bonner City, bei denen bis zu 300 Passanten in seinen Bann gezogen wurden. Kollektive Mitgrölorgien wechselten mit Showeinlagen und gefühlvollen Balladen. Bei Lagerfeuer bringt er diese Erfahrung auf die Bühne. Heiko Wätjen, Kontrabass und Gesang, bringt mit seinem aberwitzig großen Repertoire den „Frischen Wind“ in das Trio. Kein Text, den er nicht mit seiner dröhnenden Stimmgewalt zum Besten geben könnte.

Pavarotti und Grönemeyer

Ob Pavarotti, Max Mutzke oder Herbert Grönemeyer, keiner kommt ungeschoren davon. Mehr und mehr Eigenkompositionen aus seiner Feder bereichern das Lagerfeuerprogramm. Dabei bohrt er gerne mit dem Rotations-Kontrabass Löcher in die Bühne. Nicht immer ohne Folgen. Yann Le Roux Percussion und Gesang, die Rhythmuslegende aus Brest (Frankreich), findet zu seinen Wurzeln. Er bedient die von allen heiß geliebte peruanische Bass-Cajon und ersetzt damit ein ganzes Drum-Set. Perfekter Groove auf einer einfachen Holzkiste. Ganz nebenbei krönt er den Satzgesang zum dreistimmigen Chor.

Heißer Tipp: Stücke von Udo Lindenberg sind sein Spezialgebiet und die Stimme nicht vom Original zu unterscheiden.

Tickets (Vorverkauf 13,20 Euro; Abendkasse 15 Euro) gibt es im Medienhaus Librodrom an der Marienstraße 2, Telefon 7497233, und im Talbahnhof, Raiffeisen-Platz 1-3, Telefon 32311.

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